Schlagwort-Archive: Ohne Zucker leben

Zwangssünde!

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Gestern musste ich doch glatt was mit Süßstoff zu mir nehmen! Ich habe die letzten beiden Tage einen Film gedreht (zu meinem Buch über Zentangle) und am zweiten Tag hab ich morgens kaum einen Satz herausbekommen, ohne dass ich mich räuspern musste. Stimme arg mitgenommen! Die einzige Lösung, die mir einfiel, war, mir Hustenbonbons zu kaufen (Ricola Zuckerfrei – obwohl ich nicht sicher bin, ob die mit Zucker da nicht gesünder gewesen wären…). Habe eins gelutscht und Voilà, ging wieder! Die restliche Tüte habe ich dann meinem „Kameramann“ geschenkt.

Hat jemand von euch einen Vorschlag, was man in so einem Fall sonst tun könnte? Vielleicht ein altes Hausmittel oder so? Hatte ja doch ein ziemlich schlechtes Gewissen dabei…

Leckerster Avocado Brotauftrich

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Avocados sind super gesund. Viele Menschen denken zu Unrecht, man sollte lieber die Finger davon lassen, da sie viel Fett enthalten. Dabei enthalten Avocados vor allem wichtige ungesättigte Fettsäuren, die dem Körper gut tun und den Cholesterinspiegel senken! Außerdem stecken sie bis oben voll mit Ballaststoffen und Vitaminen, Eisen, Kalium, Magnesium… in anderen Worten:  GUUUUUUUUT!!!!

Und dieser Aufstrich ist so lecker, dass ich die ganze Portion auf einmal futtern könnte!! Miam! Garantiert zuckerfrei und vegan. Lasst es euch schmecken!


Vorbereitungszeit:
8 Minuten

Avocadoaufstrich













Zutaten

2 reife Avocados
1 EL    Zitronensaft
1       Paprika
1       Frühlingszwiebel
1 Msp   Cayenne Pfeffer
        Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • Avocados halbieren, Kern entfernen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch herausholen. In eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab pürieren (alternativ mit der Gabel fein zerdrücken).
  • Paprika und Frühlingsszwiebel fein hacken.
  • Alle Zutaten zusammenmischen.

Rezept: Super-Easy-Auberginen-Sandwich

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Vorbereitungszeit:
3 Minuten
Garzeit:
20 Minuten

Auberginen-Sandwich

















Zutaten

2    Tortillas
1    mittelgroße Aubergine
1/2  Paprika
2 TL Tahin
     Zitronensaft
     Kumin
     Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Auberginen mit dem Sparschäler schälen (optional – die Haut wird beim Backen ziemlich knusprig) und längs in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Auf ein Backblech mit Backpier legen und mit Salz, Pfeffer und Kumin würzen. Auf der obersten Schiene im unvorgeheizten Backofen bei höchster Temperatur ca. 20 Minuten backen, bis die Auberginen weich sind.
  2. Währenddessen das Tahin mit ca. 10 ml Wasser und ein paar Spritzern Zitronensaft verrühren. Es sollte dickflüssig aber nicht fest sein.
  3. Die Paprika in feine Streifen schneiden.
  4. Die Tortillas bereitlegen (oder nach Rezept *kommt bald* backen) und bei Bedarf leicht erwärmen.
  5. Wenn die Auberginen fertig gebacken sind, je 2 oder 3 Scheiben in eine Tortilla legen, einige Paprikastreifen dazugegen und Tahinisauce darübergießen.
  6. Die Tortillas zuerst am unteren Ende ein wenig hochklappen, dann der Länge nach aufrollen – so tropft unten nichts heraus.

Achtung: Backöfen heizen unterschiedlich schnell, daher kann die Backzeit stark variieren. Wer es super eilig hat, kann auch die Grillfunktion des Backofens nutzen, dann aber vorsicht – es geht sehr schnell!

Nochmal Achtung: Fertige Tortillas sind fast immer mit Zucker. Ich habe erst eine Sorte ohne Zucker gefunden: Mr. Wrap.

Übrigens: In den Sandwiches auf dem Foto sind außerdem noch fertige Falafel drin. Die gibt es z.B. von Alnatura. Ich würde meine Falafel liebend gerne selbst machen, aber der letzte Versuch resultierte in einem ganzen Topf Öl, in dem unten eine einizige Falafelmasse klebte – von Bällchen keine Spur. Wenn jemand ein gutes Rezept hat, dann bitte her damit!!

Ah! Vorbilder!

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Eine liebe Bekannte hat mir heute morgen einen Link geschickt: Da hat eine Familie in den USA genau das gemacht, was wir machen: Ein Jahr kein zugesetzter Zucker, keine Zuckerersatzstoffe, keine sonstigen Süßungsmittel. Nur das, was in den Lebensmitteln natürlich vorkommt. Als sie dann (am Geburtstag) doch einmal viel Zucker gegessen haben, mussten sie die Erfahrung machen, dass Zucker ein Gift ist: Kopfschmerzen, Herzrasen, Übelkeit… Ihr Fazit: Am Ende des Jahres haben sie festgestellt, dass sie deutlich seltener krank waren und sich insgesamt viel energievoller und besser gefühlt haben. Na, wenn das keine Betätigung ist.

Falls es euch interessiert, hier ist der Link (natürlich auf Englisch).

Ein Leserbrief

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In der neuen Ausgabe der Hamburger Zeitschrift Woman in the City ist ein Artikel zum Thema Zucker erschienen, auf den mich unsere Mitstreiterin Sina in ihrem Blog aufmerksam gemacht hat. Titel:  „Zucker. Süßes Gift?“ Hört sich sehr vielversprechend an und Sina ist dafür interviewt worden. Allerdings wird gegen Ende des Beitrags darauf hingewiesen, dass man doch gut auf Honig, Agavendicksaft, etc. zurückgreifen könne, wenn man auf raffinierten Zucker verzichten will. So einen Satz kann ich einfach nicht unkommentiert lassen. Ich habe der Redaktion daher stante pede einen Leserbrief geschrieben, den ich euch hier noch einmal abdrucken (naja, also ihr wisst schon…) möchte.

 

Liebe Woman in the City-Redaktion,

ich habe mich sehr über Ihren Beitrag über die Gefahren von Zucker gefreut. Allerdings bin ich etwas alarmiert über folgenden Satz: „Honig, Agavendicksaft und Ahornsirup können oft ein gesunder Ersatz sein und auch der natürliche Süßstoff Stevia ist zurzeit in aller Munde.“ Das hört sich an, als ob man dem Körper etwas Gutes tut, wenn man statt Zucker die oben erwähnten Substanzen als Ersatz verwendet. Fakt ist allerdings: Honig besteht zu über 80 % aus Zucker, Ahornsirup zu 60 %, und ob Agavendicksaft tatsächlich gesund ist, ist stark umstritten, da er z.B. mehr Fruktose enthält als handelsüblicher Zucker. Und Fruktose ist – entgegen ihrem Ruf – ziemlich schädlich für den Körper, solange sie nicht in einer Frucht steckt. Auch dass Stevia ein „natürlicher“ Süßstoff ist, stimmt nur bedingt. Das weiße Pulver, das wir heute als Stevia im Bioladen kaufen können, hat mit der Urwaldpflanze fast gar nichts mehr zu tun. Es hat so viele chemische „Reinigungs“-Prozesse durchlaufen (bei denen auch giftige Substanzen verwendet und dann später wieder ausgespült werden), dass von „natürlich“ einfach überhaupt keine Rede mehr sein kann.

Und überhaupt: Macht es so einen großen Unterschied, ob der Zucker, den wir essen, aus einer Rübe, aus Reis oder aus einer Agavenpflanze stammt? Tatsache ist doch: Wir entnehmen der Pflanze den Zucker und konzentrieren ihn auf das Vielfache – welche Pflanze, das ist mehr oder weniger egal. Und dann setzen wir unseren Lebensmitteln dadurch eine Extraportion Zucker zu, die der Körper weder braucht noch verarbeiten kann. Der größte Teil der Menschheit hat bis ins 19. Jh. komplett ohne zugesetzten Zucker gelebt. Heute nehmen wir um ein Vielfaches mehr Zucker zu uns als noch in den 60er Jahren. Ob wir nun Zucker aus einer Rübe essen oder aus einem Ahornbaum – es ist für den Körper zu viel!

Meine Familie und ich leben selbst seit Anfang des Jahres komplett ohne zugesetzten Zucker – und zwar ausnahmslos. Das bedeutet: Auch Honig, Birnendicksaft und Stevia bleibt im Laden.  Auch wir bloggen darüber und haben viele Rezept ohne jeglichen Zusatz von Zucker im Angebot.

Ich würde mich freuen, wenn Sie in der nächsten Ausgabe Ihre Aussagen relativieren oder diesen Leserbrief abdrucken würden.

Mit zuckerfreien Grüßen

Anya Lothrop
www.ein-jahr-ohne-zucker.net


Meine Quellen:

Entgiftung!

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Schokolade macht bei mir Pickel. Ganz klar. Immer, wenn ich irgendwo lese, dass es keinen Nachweis gebe, dass Schokolade Pickel verursacht, denke ich nur: Die haben mich nicht als Versuchsperson gehabt! Immer wieder habe ich es ganz klar beobachten können: Wenn ich eine Woche oder länger auf Schoki verzichte, habe ich keinen einzigen Pickel mehr. Aber sobald ich wieder Schokolade esse (in meinen riesigen Mengen), dann fangen die blöden Dinger spätestens am dritten Tag an zu sprießen. Und zwar massenweise.
Um so mehr war ich verwundert, dass ich seit der Umstellung auf Zuckerfrei trotzdem noch von Pickeln geplagt bin. Vor allem am Hals. Ich hatte so eine wage Vermutung, dass das daher kommen könnte, dass der Körper jetzt vermehrt die Giftstoffe ausschwemmmt, die ich in mir hatte.
Gestern habe ich dann beim Lesen eines Blogeintrags meiner Mitstreiterin Sina endlich die Bestätigung erhalten: In dem Buch Vegan for Youth von Attila Hildmann wird vorgeschlagen, 60 Tage lang vegan und zuckerfrei zu leben. Guter Plan. Und hier steht angeblich, was ich schon vermutet hatte: Bei dieser Ernährungsumstellung sind Pickel normal. Das ist eine Entgiftungsreaktion des Körpers!
Na dann ist ja jetzt alles klar!

Apfel-Zimt-Marmelade

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Nichts ist leichter als Marmelade selbst zu kochen. Und sie schmeckt meist viel besser, als die gekaufte.
Diese leckere Marmelade ist fast so süß, als ob sie mit Gelierzucker gemacht wäre. Die Datteln und Rosinen geben ihr eine starke Süße. Man könnte eigentlich noch weniger davon nehmen… 🙂

IMG_0236Vorbereitungszeit:
10 Minuten
Garzeit:
20 Minuten















Zutaten

2-3           Marmeladengläser
500 g         Äpfel
3             Datteln
eine Handvoll Rosinen
2 EL          Zitronensaft
1 TL          Zimt (oder etwas mehr)
16 g          Konfitura (oder Agar-Agar nach Anleitung dosiert)

Zubereitung
Die Marmeladengläser und Deckel in einen großen Topf mit Wasser geben und zum kochen bringen. Ca. 5 Minuten auskochen, um alle Keime abzutöten. Währenddessen die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Datteln klein schneiden. In einem beschichteten Topf alle Zutaten kochen bis die Äpfel weich sind (damit sie nicht ankleben, kann man immer mal wieder ein kleines bisschen Wasser (ca. 2-3 EL) dazu geben). Dann alles mit dem Pürierstab fein pürieren und vorsichtig in die Gläser füllen. Die Gläser verschließen und noch ca. 5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen.
Schmeckt besonders lecker auf selbstgebackenem Buttermilch Blitzbrot.

Versuchungen

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Einmal pro Woche nehme ich Unterricht in Malerei. Das tut unheimlich gut und ich habe schon wirklich viel gelernt in den 5 oder 6 Malen, die ich bisher da war. Allerdings gibt es da auch andere Schüler, die uns anscheinend zu mästen versuchen. Dreimal gab es jetzt schon die köstlichsten Leckereien: Einmal hatte eine Frau Quiche gebacken, letzte Woche gab es Kuchen und heute haben die Damen Brötchen, Lachs und 8 verschiedene Aufstriche vom Markt mitgebracht.
Wenn man 4 Stunden lang malt, kann man schon mal Hunger kriegen. Als Vegetarierin macht mich der Lachs überhaupt nicht an, aber die Brötchen sahen lecker aus. Bäckerei Junge stand auf der Tüte, also hab ich mal schnell mit dem Handy im Netz nachgeschaut. Fehlanzeige: Gerstenmalzextrakt! So ein Mist aber auch! Dabei hatte ich wirklich Hoffnung, nachdem ich letztens festgestellt habe, dass die Baguettes in der Lidl-Bäckerei tatsächlich ohne Zucker sind! Das wär’s doch gewesen: ein schönes Brötchen mit Butter und frischen Tomaten drauf.
Also musste ich – wie letzte Woche – meine Banane mümmeln, während die anderen geschlemmt haben. Natürlich sind wir ins Gespräch gekommen, warum ich “nichts“ esse. Wir haben dann festgestellt, dass (bis auf die Butter und die Tomaten) wirklich alles, was auf dem Tisch stand, verzuckert war: die Brötchen, der Lachs, alle acht Aufstriche (leicht süßlich) und sogar der Tafel-Meerrettich. Wie soll man sich denn bitte gesund ernähren, wenn es kaum etwas gibt, wo kein Zucker zugesetzt ist?
Die Lebensmittelindustrie macht es uns wirklich nicht leicht! Aber wir kämpfen weiter!! 🙂

Gemüse-Getreide-Auflauf

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Auf Anfrage stelle ich jetzt mal das Rezept für den leckeren Auflauf hier ein. Ich habe beschlossen, alle neuen Rezepte im Blog zu posten und gleichzeitig auf die Rezeptseite zu stellen. Sonst kriegt ja keiner mit, wenn’s was neues gibt. 😉

Dieser Auflauf ist super schnell gemacht und muss dann nur noch lange Zeit im Ofen vor sich hin garen. Für eine etwas leichtere Variante die Sahne halbieren oder weglassen. Durch die Kombination von Getreide und Linsen ist dieser Auflauf übrigens eine perfekte Eiweißquelle für Vegetarier.

Vorbereitungszeit:
10 Minuten
Garzeit:
80 Minuten

Zutaten

          verschiedenes Gemüse in Scheiben 
            (z.B. 1 Zucchini, 1/2 Aubergine, Pilze, Mais)
200 g     Kornfix (gibt's im Reformhaus oder Bioladen - ist 
            einfach geschrotetes Getreide)
100 g     Linsen (Beluga oder Berglinsen)
1 Dose    Tomaten, gehackt
200 ml    Soja-Sahne
3 TL      Gemüsebrühepulver
          Kumin (Kreuzkümmel - nein, das ist kein Kümmel! 
            Viiieeel leckerer!!)
          Wasser
          Salz
          Pfeffer
          geriebener Pizza-Schmelz

Zubereitung

Kornfix und Linsen in eine große Auflaufform geben und mit 1 TL Gemüsebrühepulver mischen. Dann bis ca. 1/2 cm darüber mit Wasser bedecken. Gemüse darüber schichten. Die Tomaten mit der restlichen Gemüsebrühe, Kumin, Salz und Pfeffer würzen (ich mache das meist in der Dose!) und über den Auflauf geben. Dann noch die Sahne drüber und mit geriebenem „Käse“ abschließen. Ofen auf 200 ° C stellen und los geht’s (ja, ohne Vorheizen)! Nach ca. der Hälfte der Zeit den Auflauf mit Alufolie oder besser einem Deckel abdecken, damit er nicht verbrennt!

Leben ohne Zucker – Tag 3

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Ich warte auf extreme Entzugserscheinungen. Bisher sind sie ausgeblieben. Es war leichter als erwartet.

Im alten Jahr 2013 hatten wir ein Apfel-Birnenmus gekauft, das (klar) zuckerfrei ist. Damit konnte ich die ersten Wünsche nach etwas Süßem stillen. Immer, wenn ich Lust auf etwas süßes hatte, bin ich zwischendurch zum Kühlschrank gegangen, habe einen Teelöffel von dem Apfel-Birnenmus gegessen, und es ging mir wieder gut. Irgendwann war dieses Glas aufgegessen, und ich musste mir was anderes einfallen lassen. Abends habe ich mir dann Birne und Apfel gekocht und mit Limettensaft verfeinert. Schmeckt super.

Zwischen den Mahlzeiten habe ich es geschafft, mal hier mal da, ein paar Trauben zu essen, oder einfach nur mal ein Schluck Saft zu trinken.

Dann der Einkauf: Natürlich ging ich an allem „Verbotenen“ vorbei. Trotzdem habe ich immer vor mich hin gesagt: Dies nicht, das nicht, jenes nicht. Auf der anderen Seite war ich aber auch irgendwie etwas stolz, all den Kram nicht mehr zu essen.

Mir fällt auf, dass ich jetzt mehr Molkereiprodukte esse. Denn die sind ja erlaubt: Kefir, Jogurt, Sahne, Quark. Mit Zitrone oder anderen Fruchtsäften gemischt sind sie auch eine leckere Zwischenmahlzeit.

Fazit: Bei den Mahlzeiten ausreichend essen, und zwar das, was länger vorhält. Trotzdem aber nicht zu viel essen. Mehrere Mahlzeiten sind (wie man weiß) besser. Wenn zwischendurch der Hunger kommt, horcht mal in Euch rein, ob es wirklich Hunger ist.