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Lidl stellt um auf ungesund!?

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Wir backen unser Brot seit der Umstellung auf zuckerfrei weitestgehend selbst. Allerdings hat man ja doch ab und zu mal die Schnauze voll und hätte gerne mal was anderes. Da ist ein Biobäcker ganz klar die beste Wahl. Die meisten Brote dort sind komplett ohne Zucker. Aber hier in der hintersten Ecke von Hamburg (wirklich, wenn wir aus dem Fenster schauen, sehen wir ein anderes Bundesland!) sind Biobäcker rar gesäht. Und so hatten wir irgendwann freudig festgestellt, dass es auch bei Lidl das ein oder andere zuckerfreie Brot gibt. Das schont dann auch noch den Geldbeutel!

Tja, seit einigen Wochen hat sich das geändert. Plötzlich steht auf fast jedem Schildchen (die ja freundlicherweise dran hängen) entweder Zucker, Karamell, Gerstenmalz oder Traubenzucker drauf. So ein Mist aber auch!

Dabei ist Zucker im Brot überhaupt nicht nötig. Okay, die Hefe geht damit ein wenig besser auf – aber ohne funzt es auch wunderbar und schmeckt auch bestens! Aber wenn Zucker drin ist, isst man natürlich auch mehr davon, da der Zucker ja bekanntlich die Appetitbremse austrickst.

Mir stellt sich da also die Frage: Hat Lidl alle ihre Rezepte geändert, oder war das vorher schon alles drin, stand aber nicht auf der Zutatenliste?? Ich finde es auf jeden Fall unmöglich! Daher rufe ich euch auf, an Lidl zu schreiben und euch zu beschweren! Wir wollen wieder zuckerfrei!!!

Über diesen Link kommt ihr direkt zum Kontaktformular.

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Nichts als Vorteile

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Im letzten Jahr, als wir noch Zucker aßen, war es (wie schon erwähnt) für mich kein Problem, eine ganze Tafel Schokolade in 5 Minuten zu verspeisen. Manchmal aus Sucht, manchmal aus Frust.

Jetzt gibt es natürlich nicht weniger frustige Situationen als früher. Aber jetzt greife ich nicht mehr zur Schokolade. Jetzt geht es einfach nicht mehr. (Was wäre, wenn ich inkonsequent werden würde? Das Opfer ist mir zu groß.) Wenn ich heute anstatt dessen zu meinem heißgeliebten Joghurt greife, und einfach ein paar Esslöffel davon verspeise, ist das nicht schlimm. Es ist fast noch besser, denn ich tue oft noch Obst dazu, was richtig gesund ist.

Vorteil 1: Ich habe eine gesunde „Droge“ gefunden. Obst, statt Schokolade.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich manchmal Lust auf Schokolade. Früher hätte ich der Sucht nachgegeben, und eine Tafel gekauft. Heute frage ich mich: Muss das denn wirklich sein? Wenn das Angebot von „erlaubten“ Dingen so gering ist, und diese am Kiosk auch noch unverschämt teuer sind, überlege ich es mir zwei mal.

Vorteil 2: Es spart Geld.

Leben ohne Zucker – Tag 3

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Ich warte auf extreme Entzugserscheinungen. Bisher sind sie ausgeblieben. Es war leichter als erwartet.

Im alten Jahr 2013 hatten wir ein Apfel-Birnenmus gekauft, das (klar) zuckerfrei ist. Damit konnte ich die ersten Wünsche nach etwas Süßem stillen. Immer, wenn ich Lust auf etwas süßes hatte, bin ich zwischendurch zum Kühlschrank gegangen, habe einen Teelöffel von dem Apfel-Birnenmus gegessen, und es ging mir wieder gut. Irgendwann war dieses Glas aufgegessen, und ich musste mir was anderes einfallen lassen. Abends habe ich mir dann Birne und Apfel gekocht und mit Limettensaft verfeinert. Schmeckt super.

Zwischen den Mahlzeiten habe ich es geschafft, mal hier mal da, ein paar Trauben zu essen, oder einfach nur mal ein Schluck Saft zu trinken.

Dann der Einkauf: Natürlich ging ich an allem „Verbotenen“ vorbei. Trotzdem habe ich immer vor mich hin gesagt: Dies nicht, das nicht, jenes nicht. Auf der anderen Seite war ich aber auch irgendwie etwas stolz, all den Kram nicht mehr zu essen.

Mir fällt auf, dass ich jetzt mehr Molkereiprodukte esse. Denn die sind ja erlaubt: Kefir, Jogurt, Sahne, Quark. Mit Zitrone oder anderen Fruchtsäften gemischt sind sie auch eine leckere Zwischenmahlzeit.

Fazit: Bei den Mahlzeiten ausreichend essen, und zwar das, was länger vorhält. Trotzdem aber nicht zu viel essen. Mehrere Mahlzeiten sind (wie man weiß) besser. Wenn zwischendurch der Hunger kommt, horcht mal in Euch rein, ob es wirklich Hunger ist.

Hunger unterwegs

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Heute hatte ich mir die Frage gestellt, was passiert, wenn ich unterwegs spontan Hunger bekomme, aber nichts zuckerfreies aufzutreiben ist.

Am Hamburger Hauptbahnhof ist es kein Problem: Dort gibt es Edeka und Rossmann, die bestimmt was passendes haben. Bei  McDonalds, Burger King, Starbucks, Nordsee, Schweinske sieht es schlecht aus.

Aber: Was tun wenn es an einem hinterwäldlichen Bahnhof nur einen Bäcker oder Kiosk gibt? Wenn sie etwas haben, dann macht es bestimmt nicht satt, oder ist absolut ekelig.

Problem: Ich müsste immer was dabei haben! Brote schmieren geht natürlich nicht immer. Manchmal ist es auch nicht geplant, länger von zu Hause weg zu sein (Zug verpasst, zufällig einen Freund getroffen, oder, oder, oder…).

ALSO, was kann ich immer dabei haben, was nicht schlecht wird, und einigermaßen den Hunger stillt ?

Verstehen die Kinder das?

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Gestern waren wir einkaufen. Hannah ging durch den Supermarkt, zeigte auf Süßigkeiten und sagte: „Das brauchen wir nicht! Das da auch nicht! Da ist Zucker drin!“

Und zu Hause sagte sie beim Blick in den Vorratsschrank: „Das müssen wir dann alles verschenken!“

Erstaunlich, wie gut sie das bisher aufgenommen hat. Ich habe nur das Gefühl, sie kann sich noch nicht so richtig vorstellen, was das bedeutet, wenn es dann soweit ist.

Allerdings hat sie sich über die Umstellung auf vegetarische Ernährung auch nicht ein einziges Mal beschwert. Gestern im Supermarkt hat sie die Fischstäbchen in der Tiefkühltruhe gesehen und wollte, dass ich welche kaufe. Als ich dann sagte: „Nein, wir wollen doch keine Tiere mehr essen“, meinte sie: „Stimmt ja! Die werden ja geschlachtet!“, und ist zufrieden weitergegangen.

Ich bin dabei

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Seit Anya und ich vorhaben, ab Anfang 2014 keinen Zucker mehr zu essen, gehe ich schon beim Einkaufen durch die Reihen und sage vor mich hin: „Ok, das nicht – dies nicht – jenes nicht“. Ich bin ja schon unsicher, was passiert, wenn ich mal Bock auf Schoki habe, es aber eigentlich vermeiden will. Anfangs wird es richtig hart werden, denke ich. Aber muss ja eigentlich nicht. Wenn man jemanden hat, der mitmacht und man nicht alleine auf weiter Flur ist…. Und nun bin ich auch noch in einem Haushalt mit jemandem (meiner Frau), der auch mitmacht! Muss doch klappen! Zurück zu Heißhunger auf Schoki: Ich denke, es ist ähnlich wie bei der Umstellung, kein Fleisch mehr zu essen, vegetarisch zu leben. Mit dem Unterschied, dass die Lebensmittelindustrie weitaus mehr Substitute für die Vegetarier bereit hält, als für „Non-Sugar-Konsumenten“. Schwer wird es einfach, wenn man zum Brunch eingeladen ist und natürlich seine zuckerfreien Speisen mitbringt. Wenn man Pech hat, kann man nur das essen, was man selbst mitgebracht hat. Na viel Spaß, wenn den anderen dein Gericht gut schmeckt !!! „Wat is’n ditte: Bring ick mer Stullen mit, wa – damit ick se heimlich esse, un wat zu beißen hab?“ Abschließend: Es kann richtig hart werden, aber wenn man zu Hause das ganze Zuckerzeug weggibt/wegschmeißt, kommt man auch nicht auf die Idee, was „Verbotenes“ zu essen. Mit der Zeit muss dann einfach herumexperimentiert werden: Vegetarische Gerichte sind zwar nicht immer zuckerfrei, aber da wird man wohl eher weniger in die Falle tappen, was ungesundes zu essen (um nicht verboten zu sagen, das klingt so hart). Was passiert, wenn man später feststellt, ohhhh, da war ja Zucker drin ? Alles nicht so eng sehen, denk ich. Vielleicht merke ich mir dann besser, was ich gegessen habe. Manchmal hab ich ja nicht die Zeit, nachzuschauen. Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit  ja Smartphones: Wenn ich unterwegs bin, kann ich in einer stillen Minute mal eben die Zutatenliste googeln.