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Zuckerfalle Krankenhaus

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Kürzlich war ich im Krankenhaus und hatte (natürlich) ein Problem damit,  an zuckerfreie Mahlzeiten zu kommen. Vorsorglich hatte ich mir ein selbstgemachtes Glas Marmelade mitgenommen. Aber, da ich eine Woche dort war, konnte ich natürlich nicht immer Marmelade essen, und zum Mittag war es auch schlichtweg sinnlos, etwas „gesundes“ (aus der Großküche) zu erwarten.

Natürlich gab es auch das ein oder andere ohne Zucker, z.B. Kartoffeln, oder Reis pur. Die Soßen waren echt ekelig und eine war mal mit richtig widerlichen Hackbällchen aus Pressfleisch. Jetzt weiß ich, warum es Krankenhaus heißt. Von dem Essen kann man nur krank werden. Ein Patient auf der Station konnte dieses widerliche Zeug irgendwann nicht mehr sehen, und ist sogar abends mal auswärts essen gegangen.

Zum Frühstück standen natürlich auch Marmelade, Nutella, Honig, etc. auf dem Buffet. Und – es gab nur Weißmehlbrötchen – vermutlich voll mit  Zucker oder Malzextrakt. Aber irgendwann musste ich ja mal was anderes als mein mitgebrachtes Knäckebrot essen. Also habe eben die Zuckerbrötchen essen müssen und siehe da – sofort ist der Heißhunger nach Süßem zurückgekehrt und so nahm das Schicksal seinen Lauf, dass ich früher oder später sogar von dem Nutella kostete – obwohl ich das ja gar nicht machen wollte!

Dieser Fall hat mir gezeigt, wie krass die Zuckerindustrie den Kunden abhängig macht, und dass man dann immer mehr von dem bösen Zeug will. Sobald wieder Zucker im Körper ist, kann man sich einfach nicht mehr zurückhalten.

Nichts als Vorteile

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Im letzten Jahr, als wir noch Zucker aßen, war es (wie schon erwähnt) für mich kein Problem, eine ganze Tafel Schokolade in 5 Minuten zu verspeisen. Manchmal aus Sucht, manchmal aus Frust.

Jetzt gibt es natürlich nicht weniger frustige Situationen als früher. Aber jetzt greife ich nicht mehr zur Schokolade. Jetzt geht es einfach nicht mehr. (Was wäre, wenn ich inkonsequent werden würde? Das Opfer ist mir zu groß.) Wenn ich heute anstatt dessen zu meinem heißgeliebten Joghurt greife, und einfach ein paar Esslöffel davon verspeise, ist das nicht schlimm. Es ist fast noch besser, denn ich tue oft noch Obst dazu, was richtig gesund ist.

Vorteil 1: Ich habe eine gesunde „Droge“ gefunden. Obst, statt Schokolade.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich manchmal Lust auf Schokolade. Früher hätte ich der Sucht nachgegeben, und eine Tafel gekauft. Heute frage ich mich: Muss das denn wirklich sein? Wenn das Angebot von „erlaubten“ Dingen so gering ist, und diese am Kiosk auch noch unverschämt teuer sind, überlege ich es mir zwei mal.

Vorteil 2: Es spart Geld.

Hunger unterwegs

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Heute hatte ich mir die Frage gestellt, was passiert, wenn ich unterwegs spontan Hunger bekomme, aber nichts zuckerfreies aufzutreiben ist.

Am Hamburger Hauptbahnhof ist es kein Problem: Dort gibt es Edeka und Rossmann, die bestimmt was passendes haben. Bei  McDonalds, Burger King, Starbucks, Nordsee, Schweinske sieht es schlecht aus.

Aber: Was tun wenn es an einem hinterwäldlichen Bahnhof nur einen Bäcker oder Kiosk gibt? Wenn sie etwas haben, dann macht es bestimmt nicht satt, oder ist absolut ekelig.

Problem: Ich müsste immer was dabei haben! Brote schmieren geht natürlich nicht immer. Manchmal ist es auch nicht geplant, länger von zu Hause weg zu sein (Zug verpasst, zufällig einen Freund getroffen, oder, oder, oder…).

ALSO, was kann ich immer dabei haben, was nicht schlecht wird, und einigermaßen den Hunger stillt ?

Ich bin dabei

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Seit Anya und ich vorhaben, ab Anfang 2014 keinen Zucker mehr zu essen, gehe ich schon beim Einkaufen durch die Reihen und sage vor mich hin: „Ok, das nicht – dies nicht – jenes nicht“. Ich bin ja schon unsicher, was passiert, wenn ich mal Bock auf Schoki habe, es aber eigentlich vermeiden will. Anfangs wird es richtig hart werden, denke ich. Aber muss ja eigentlich nicht. Wenn man jemanden hat, der mitmacht und man nicht alleine auf weiter Flur ist…. Und nun bin ich auch noch in einem Haushalt mit jemandem (meiner Frau), der auch mitmacht! Muss doch klappen! Zurück zu Heißhunger auf Schoki: Ich denke, es ist ähnlich wie bei der Umstellung, kein Fleisch mehr zu essen, vegetarisch zu leben. Mit dem Unterschied, dass die Lebensmittelindustrie weitaus mehr Substitute für die Vegetarier bereit hält, als für „Non-Sugar-Konsumenten“. Schwer wird es einfach, wenn man zum Brunch eingeladen ist und natürlich seine zuckerfreien Speisen mitbringt. Wenn man Pech hat, kann man nur das essen, was man selbst mitgebracht hat. Na viel Spaß, wenn den anderen dein Gericht gut schmeckt !!! „Wat is’n ditte: Bring ick mer Stullen mit, wa – damit ick se heimlich esse, un wat zu beißen hab?“ Abschließend: Es kann richtig hart werden, aber wenn man zu Hause das ganze Zuckerzeug weggibt/wegschmeißt, kommt man auch nicht auf die Idee, was „Verbotenes“ zu essen. Mit der Zeit muss dann einfach herumexperimentiert werden: Vegetarische Gerichte sind zwar nicht immer zuckerfrei, aber da wird man wohl eher weniger in die Falle tappen, was ungesundes zu essen (um nicht verboten zu sagen, das klingt so hart). Was passiert, wenn man später feststellt, ohhhh, da war ja Zucker drin ? Alles nicht so eng sehen, denk ich. Vielleicht merke ich mir dann besser, was ich gegessen habe. Manchmal hab ich ja nicht die Zeit, nachzuschauen. Zum Glück gibt es in der heutigen Zeit  ja Smartphones: Wenn ich unterwegs bin, kann ich in einer stillen Minute mal eben die Zutatenliste googeln.