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Mein Artikel bei Evidero

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Vor einigen Wochen habe ich für das Internetmagazin Evidero einen Artikel zum Thema Zucker geschrieben. Diese Woche ist er endlich erschienen. Juhu!
(Wenn ihr hier öfter vorbeischaut, wisst ihr sicher schon alles, was darin steht. Aber es ist noch einmal eine kurze und informative Zusammenfassung zum Thema, warum man möglichst wenig zugesetzten Zucker zu sich nehmen sollte.)

 

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Hier ist der Artikel:

10 Gründe, warum man Zucker meiden sollte

Zucker bringt Karies, aber wusstest du auch, dass Zucker die Intelligenz mindert? Wir nennen dir 10 gute Gründe, auf die zusätzliche Süße zu verzichten.
 

Zucker ist ungesund, das weiß jedes Kind. In erster Linie denken wir daran, dass Zucker dick macht. Aber das ist bei Weitem nicht der einzige Grund, Zucker zu meiden. Unsere Zentangle-Expertin Anya Lothrop hat sich privat mit dem Thema Zucker auseinandergesetzt, denn sie lebt mit ihrer Familie dieses Jahr zuckerfrei! In ihrem Blog – und natürlich bei uns – berichtet sie, warum eigentlich.

Zucker ist in fast allen Lebensmitteln enthalten und unser Körper braucht ihn, um seine wichtigsten Funktionen aufrecht zu erhalten. Was unser Körper jedoch weder braucht, noch verkraften kann, ist die unglaubliche Menge an zugesetztem Zucker, die wir jeden Tag verzehren, sei es in Süßigkeiten, Pizza oder Leberwurst. Dabei gibt es viele wichtige Gründe, dieses Extra an Zucker zu meiden.

1. Unser Körper braucht keinen zusätzlichen Zucker

Unser Körper kann sich alles, was er an Zucker braucht, aus unserer täglichen Nahrung holen. Die Menschheit ist über Millionen von Jahren ohne zugesetzten Zucker ausgekommen und unser Körper ist durch den plötzlichen Überfluss mehr als überfordert, was sich zum Beispiel in der Vermehrung von Krankheiten äußert.

2. Zucker macht krank

Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, dass ein hoher Konsum von Zucker viele der so genannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Alzheimer fördert. Manche Ärzte behaupten sogar, dass Diabetes Typ II innerhalb einer Woche mit einer streng zuckerfreien Diät heilbar ist. Vermutlich erhöht Zucker zudem den Cholesterinwert und begünstigt Nierenschäden, Schlaganfälle und Herzinfarkte.

3. Krebs liebt Zucker

Ob Zucker als krebserregend eingestuft werden muss, ist umstritten. Fest steht allerdings, dass Krebszellen sich außerordentlich schnell vermehren, wenn sie mit einer Zuckerlösung „gefüttert“ werden.

4. Zucker macht dick

In der Zeit vor Supermärkten und Fastfood mussten die Menschen in Dürreperioden manchmal tage- oder wochenlang ohne ausreichend Nahrung auskommen. Daher baut der Körper in Zeiten, in denen er viel Nahrung bekommt, Fettreserven auf, die dann in Hungerzeiten angezapft werden können, um den Körper zu ernähren, bis wieder mehr Nahrung im Angebot ist. Besonders gute Fettreserven kann der Körper mit Zucker bilden. Und da er nicht weiß, dass morgen schon die nächste Pizza und der nächste Schokoriegel kommt, baut der diese Reserven einfach immer weiter auf. Und das Schlimmste ist: Damit große Fettreserven aufgebaut werden, unterdrückt unser Körper gerade beim Konsum von Zucker das normale Sättigungsgefühl, so dass wir immer weiter essen.

5. Zucker mindert die Intelligenz

Studien in den USA haben gezeigt, dass Kinder, die viel Zucker konsumieren, bei Intelligenztests schlechter abschneiden und im Allgemeinen öfter launisch, müde und depressiv sind.

6. Zucker kann süchtig machen

Erschreckend aber wahr: Unser Körper reagiert beim Konsum von Zucker genauso wie beim Konsum von Alkohol oder Drogen. Jeder weiß, dass Schokolade Glücksgefühle auslösen kann. Das liegt daran, dass der Zucker genau wie Drogen auf das Belohnungszentrum im Gehirn einwirkt. Und deshalb kann er auch süchtig machen.

 7. Zucker schadet ungeborenen Kindern

Natürlich lieben schwangere Frauen Schokolade. Aber der übermäßige Konsum von Zucker in der Schwangerschaft kann das Baby unnatürlich schnell wachsen lassen, was zu Geburts-Komplikationen führen kann. Außerdem sind solche Kinder später eher gefährdet, zuckersüchtig zu werden oder an Diabetes zu erkranken.

8. Zucker macht aggressiv

Studien mit amerikanischen Inhaftierten haben gezeigt, dass die Gewaltbereitschaft bei Insassen mit hohem Zuckerkonsum gegenüber der Kontrollgruppe, die ausschließlich zuckerreduzierte Kost vorgesetzt bekam, deutlich anstieg. Die Zucker-Esser prügelten sich und machten Ärger, während die Nicht-Zucker-Esser sich innerhalb kürzester Zeit zu Musterinsassen entwickelten.

9. Zucker schädigt die Zähne

Karies war früher hauptsächlich eine Krankheit der Könige und der Reichen. Warum? Nur sie hatten genug Geld, um sich das weiße Gold, den Zucker, leisten zu können. Heute gibt es Zucker für alle – und somit auch Karies für alle.

10. Zucker wird zum Teil in Kinderarbeit hergestellt

Die Arbeit auf einer Zuckerplantage ist extreme Knochenarbeit und gefährlich für die Gesundheit. Leider wird diese Arbeit auch heute noch in vielen Ländern von Kindern gemacht und aufgrund der zunehmenden Globalisierung des Zuckermarktes kann man heute nicht mehr ausschließen, dass auch unser Zucker durch Kinderhände geerntet wurde.

 

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Ein Leserbrief

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In der neuen Ausgabe der Hamburger Zeitschrift Woman in the City ist ein Artikel zum Thema Zucker erschienen, auf den mich unsere Mitstreiterin Sina in ihrem Blog aufmerksam gemacht hat. Titel:  „Zucker. Süßes Gift?“ Hört sich sehr vielversprechend an und Sina ist dafür interviewt worden. Allerdings wird gegen Ende des Beitrags darauf hingewiesen, dass man doch gut auf Honig, Agavendicksaft, etc. zurückgreifen könne, wenn man auf raffinierten Zucker verzichten will. So einen Satz kann ich einfach nicht unkommentiert lassen. Ich habe der Redaktion daher stante pede einen Leserbrief geschrieben, den ich euch hier noch einmal abdrucken (naja, also ihr wisst schon…) möchte.

 

Liebe Woman in the City-Redaktion,

ich habe mich sehr über Ihren Beitrag über die Gefahren von Zucker gefreut. Allerdings bin ich etwas alarmiert über folgenden Satz: „Honig, Agavendicksaft und Ahornsirup können oft ein gesunder Ersatz sein und auch der natürliche Süßstoff Stevia ist zurzeit in aller Munde.“ Das hört sich an, als ob man dem Körper etwas Gutes tut, wenn man statt Zucker die oben erwähnten Substanzen als Ersatz verwendet. Fakt ist allerdings: Honig besteht zu über 80 % aus Zucker, Ahornsirup zu 60 %, und ob Agavendicksaft tatsächlich gesund ist, ist stark umstritten, da er z.B. mehr Fruktose enthält als handelsüblicher Zucker. Und Fruktose ist – entgegen ihrem Ruf – ziemlich schädlich für den Körper, solange sie nicht in einer Frucht steckt. Auch dass Stevia ein „natürlicher“ Süßstoff ist, stimmt nur bedingt. Das weiße Pulver, das wir heute als Stevia im Bioladen kaufen können, hat mit der Urwaldpflanze fast gar nichts mehr zu tun. Es hat so viele chemische „Reinigungs“-Prozesse durchlaufen (bei denen auch giftige Substanzen verwendet und dann später wieder ausgespült werden), dass von „natürlich“ einfach überhaupt keine Rede mehr sein kann.

Und überhaupt: Macht es so einen großen Unterschied, ob der Zucker, den wir essen, aus einer Rübe, aus Reis oder aus einer Agavenpflanze stammt? Tatsache ist doch: Wir entnehmen der Pflanze den Zucker und konzentrieren ihn auf das Vielfache – welche Pflanze, das ist mehr oder weniger egal. Und dann setzen wir unseren Lebensmitteln dadurch eine Extraportion Zucker zu, die der Körper weder braucht noch verarbeiten kann. Der größte Teil der Menschheit hat bis ins 19. Jh. komplett ohne zugesetzten Zucker gelebt. Heute nehmen wir um ein Vielfaches mehr Zucker zu uns als noch in den 60er Jahren. Ob wir nun Zucker aus einer Rübe essen oder aus einem Ahornbaum – es ist für den Körper zu viel!

Meine Familie und ich leben selbst seit Anfang des Jahres komplett ohne zugesetzten Zucker – und zwar ausnahmslos. Das bedeutet: Auch Honig, Birnendicksaft und Stevia bleibt im Laden.  Auch wir bloggen darüber und haben viele Rezept ohne jeglichen Zusatz von Zucker im Angebot.

Ich würde mich freuen, wenn Sie in der nächsten Ausgabe Ihre Aussagen relativieren oder diesen Leserbrief abdrucken würden.

Mit zuckerfreien Grüßen

Anya Lothrop
www.ein-jahr-ohne-zucker.net


Meine Quellen: