Schlagwort-Archive: Alternative Süßungsmittel

Versteckten Zucker mit App erkennen!

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Mal ganz ehrlich… hättet ihr gewusst, dass sich hinter den Begriffen Mannit, Thaumatin oder sogar Gerstenmalzextrakt Süßmacher verbergen? Zucker kommt unter so vielen Namen daher, dass man schnell den Überblick verliert.

Zum Glück gibt es jetzt eine App, mit der ihr immer euer privates Zuckerlexikon in der Tasche habt: Die App Süßmacher von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklärt euch genau, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt. In der Lexikon-Funktion findet ihr zu jedem Süßmacher (auch künstliche Süßstoffe) alles, was ihr wissen müsst:

  • Herkunft und Zusammensetzung
  • Süßkraft
  • Energiegehalt
  • Karies fördend (ja/nein)
  • Einfluss auf den Insulinspiegel
  • Zuckergehalt

Außerdem gibt es noch ein Glossar, das über die irreführenden Bezeichnungen (wie z.B. „Weniger süß“) aufklärt, die Konzerne gerne auf ihre Verpackungen schreiben, damit es gesünder klingt.

Wirklich eine praktische Ressource, die ihr immer in der Tasche habt! Kann ich nur empfehlen!

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Ein Jahr ohne Zucker – Zeit für innerliches und äußerliches Einstimmen

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„Was muss ich tun?“

Diese Frage hat mich heute in einem Kommentar erreicht. Daher habe ich mir überlegt, dass ich hier jetzt einfach einmal öffentlich nachdenken werde, was das zuckerfreie Jahr für mich bedeuten wird und was ich dafür noch vorbereiten muss. Ich hoffe, es hilft euch.

1. Die Regeln

Eine klare Vorstellung von dem, was ihr tun wollt, hilft euch, es auch durchzuhalten. Ich habe für mich ein paar Regeln aufgestellt, wie das ganze bei mir ablaufen soll. Für mich bedeutet zuckerfrei, dass ich der Sucht nach Süßem den Rücken kehren will. Daher kommt es für mich nicht in Frage, mit Alternativzuckern zu süßen. Agavendicksaft und Co. bestehen eben zu einem großen Teil auch nur aus Zucker und wenn man ständig mit Stevia oder Xylit süßt, stellt sich der Geschmack nicht um.

Allerdings habe ich 2014 erlebt, wie umständlich und schade es ist, wenn man wirklich nie auf Partys und im Restaurant essen kann. Daher habe ich mir dieses Mal Ausnahmen eingebaut. Genaueres könnt ihr unter „Die Regeln“ nachlesen.

Und dann muss ich mir eben fest vornehmen, mich an diese Regeln zu halten. Mir hilft dabei das Bloggen – denn wenn ich euch potenzielle Süden beichten muss, ist das doch nochmal was anderes, als wenn es sowieso keiner merkt.

Habt ihr evtl. Mitstreiter oder Leute, denen ihr Bericht erstatten wollt? Oder wie wäre es, wenn wir eine Facebook-Gruppe gründen? Besteht Interesse?

 

2. Informationen sammeln

Wenn ich nicht weiß, dass sich hinter hübsch klingenden Namen wie „Farin“ oder „Inulin“ in Wirklichkeit Zucker verbirgt, kann ich böse reinfallen. Daher habe ich hier eine Liste von Begriffen zusammengestellt, bei denen die Alarmglocken läuten sollten.

Wenn ihr euch überhaupt erst einmal einen Überblick verschaffen wollt, schaut doch einmal in die Zucker-Infos.

Sehr sehr empfehlenswert ist außerdem das Buch Garantiert gesundheitsgefährdend: Wie uns die Zucker-Mafia krank macht von Hans-Ulrich Grimm. Und erfreulicherweise liest es sich wie ein Krimi!

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie abschreckend ewig-lange Blogeinträge sind. Daher hebe ich mir die letzten drei Punkte für meinen nächsten Post auf. Hier nur eine kleine Vorschau, worüber ich nächstes Mal schreiben will:

  • Die Küche vorbereiten
  • Realistisch Planen
  • Die Motivation hochschrauben

Bis denne!

Unfreiwillig auf vegane Ernährung umgestiegen

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Nach der Zuckerumstellung hat sich meine Laktoseintoleranz weiter verschlimmert, und ich bin auf -L Produkte umgestiegen. Dann, plötzlich habe ich mit laktosefreien Lebensmitteln auch Symptome wie bei Lebensmittel mit Laktose bekommen. Also habe ich versucht alle Molkereiprodukte wegzulassen – dann ging es mir besser.

Da ich schon seit einem Jahr kein Fleisch mehr esse, und nun auch noch auf Milch (und alles was daraus gemacht wird) verzichten muss(!) hat sich mein Ernährungsstil noch mehr verändert. So ernähre ich mich jetzt also vegan UND zuckerfrei. Das hätte ich mir nie träumen lassen, irgendwann auch keine Molkereiprodukte mehr essen zu können. Dabei habe ich gerne sehr viel Milch getrunken.

Kürzlich habe ich, nach Anleitung aus dem Internet, Soja-Milch selbst hergestellt. Es ist, wie ich finde, gar nicht so aufwendig. (Aber seit wir viele neue vegane, interessante Rezepte ausprobieren, bin ich sowieso erpicht auf jede Art von Experiment.) Komischerweise schmeckt die gekaufte deutlich besser. Hm. Vielleicht müssen wir da noch etwas rumexperimentieren. Für alle Interessierten auf jeden Fall: Bei Youtube gibt es eine tolle Anleitung.

Tja, wenn ich unterwegs mal einen Cappucino oder Latte Macchiato trinken möchte, bin ich nun gezwungen, Cafés auszuwählen, wo man sich aussuchen kann, mit welcher Milch der Schaum oben drauf gemacht wird. Tipp für alle Mitleidenden: Bäckereien haben meistens einen Vollautomat, bei dem ein 08/15 Getränk rauskommt. Da kann man die Sojamilch vergessen. Sucht euch lieber ein schönes Café. Hier in Hamburg bieten zum Glück alle Cafés, die was auf sich halten, Sojamilch an!

Ein Leserbrief

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In der neuen Ausgabe der Hamburger Zeitschrift Woman in the City ist ein Artikel zum Thema Zucker erschienen, auf den mich unsere Mitstreiterin Sina in ihrem Blog aufmerksam gemacht hat. Titel:  „Zucker. Süßes Gift?“ Hört sich sehr vielversprechend an und Sina ist dafür interviewt worden. Allerdings wird gegen Ende des Beitrags darauf hingewiesen, dass man doch gut auf Honig, Agavendicksaft, etc. zurückgreifen könne, wenn man auf raffinierten Zucker verzichten will. So einen Satz kann ich einfach nicht unkommentiert lassen. Ich habe der Redaktion daher stante pede einen Leserbrief geschrieben, den ich euch hier noch einmal abdrucken (naja, also ihr wisst schon…) möchte.

 

Liebe Woman in the City-Redaktion,

ich habe mich sehr über Ihren Beitrag über die Gefahren von Zucker gefreut. Allerdings bin ich etwas alarmiert über folgenden Satz: „Honig, Agavendicksaft und Ahornsirup können oft ein gesunder Ersatz sein und auch der natürliche Süßstoff Stevia ist zurzeit in aller Munde.“ Das hört sich an, als ob man dem Körper etwas Gutes tut, wenn man statt Zucker die oben erwähnten Substanzen als Ersatz verwendet. Fakt ist allerdings: Honig besteht zu über 80 % aus Zucker, Ahornsirup zu 60 %, und ob Agavendicksaft tatsächlich gesund ist, ist stark umstritten, da er z.B. mehr Fruktose enthält als handelsüblicher Zucker. Und Fruktose ist – entgegen ihrem Ruf – ziemlich schädlich für den Körper, solange sie nicht in einer Frucht steckt. Auch dass Stevia ein „natürlicher“ Süßstoff ist, stimmt nur bedingt. Das weiße Pulver, das wir heute als Stevia im Bioladen kaufen können, hat mit der Urwaldpflanze fast gar nichts mehr zu tun. Es hat so viele chemische „Reinigungs“-Prozesse durchlaufen (bei denen auch giftige Substanzen verwendet und dann später wieder ausgespült werden), dass von „natürlich“ einfach überhaupt keine Rede mehr sein kann.

Und überhaupt: Macht es so einen großen Unterschied, ob der Zucker, den wir essen, aus einer Rübe, aus Reis oder aus einer Agavenpflanze stammt? Tatsache ist doch: Wir entnehmen der Pflanze den Zucker und konzentrieren ihn auf das Vielfache – welche Pflanze, das ist mehr oder weniger egal. Und dann setzen wir unseren Lebensmitteln dadurch eine Extraportion Zucker zu, die der Körper weder braucht noch verarbeiten kann. Der größte Teil der Menschheit hat bis ins 19. Jh. komplett ohne zugesetzten Zucker gelebt. Heute nehmen wir um ein Vielfaches mehr Zucker zu uns als noch in den 60er Jahren. Ob wir nun Zucker aus einer Rübe essen oder aus einem Ahornbaum – es ist für den Körper zu viel!

Meine Familie und ich leben selbst seit Anfang des Jahres komplett ohne zugesetzten Zucker – und zwar ausnahmslos. Das bedeutet: Auch Honig, Birnendicksaft und Stevia bleibt im Laden.  Auch wir bloggen darüber und haben viele Rezept ohne jeglichen Zusatz von Zucker im Angebot.

Ich würde mich freuen, wenn Sie in der nächsten Ausgabe Ihre Aussagen relativieren oder diesen Leserbrief abdrucken würden.

Mit zuckerfreien Grüßen

Anya Lothrop
www.ein-jahr-ohne-zucker.net


Meine Quellen:

Der Countdown läuft

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Noch 2 Tage bis wir uns für ein Jahr vom Zucker verabschieden wollen. Vorerst sogar von allem Süßen. Ob wir früher oder später alternative Süßungsmittel zulassen wollen, haben wir noch nicht entschieden, ich will aber auf jeden Fall die ersten 4 Monate komplett darauf verzichten, damit sich der Geschmackssinn umstellen kann und ich auch einfach mal weiß, wie das so ist.

Für den Silvestertag haben wir eine gemeinschaftliche Familienaktion geplant: Zusammen Schränke und Kühlschrank ausräumen und alles rigoros wegwerfen, was noch Zucker drin hat (und dabei endlich auch mal die Schränke auswischen und den Kühlschrank abtauen). Die Kinder finden das total spannend. Mark hat ihnen vorhin davon erzählt und sie haben ganz aufgeregt durcheinander gerufen, was wir dann alles machen: „…und Brot können wir behalten! Und Banane auch!“ Sieht so aus, als ob wir doch noch was Süßes im Haus haben werden, auch wenn das Zuckerzeug weg ist! 😉