Archiv der Kategorie: Vegane Ernährung

Kichererbsen… aber richtig!

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Kichererbsen. Extrem lecker und als VeganerIn sogar echt empfehlenswert. Nur leider, leider gibt es da so einige Probleme:

  • Man muss sie ewig kochen! (Ein Dampfkochtopf wirkt hier jedoch Wunder!)
  • Fertig in Dosen sind sie meist (wie fast alle Dosengemüse) mit Zucker versetzt
  • Meine Zunge mag sie, mein Magen weniger…

Kichererbsen sind schwer verdaulich. Dem kann man zum Glück durch gezielte Behandlung entgegenwirken, und zwar:chick2

  • Über Nacht einweichen (verkürzt auch die Kochzeit auf 1 Stunde)
  • Gut abspülen
  • Mit Gewürzen wie Kumin oder Ingwer kochen
  • Kochwasser unbedingt wegschüttten

(Ihr könnt auch nochmal nachlesen, was ich in diesem Beitrag zum Thema Hülsenfrüchte geschrieben habe.)

Aber mal ehrlich: Wer hat denn dazu die Zeit? Zum Glück habe ich tatsächlich schon zuckerfreie Dosenware gefunden. Versucht es mal im Asialaden oder beim Türken.

 

Wer es aber lieber „frisch“ will, für den empfehle ich folgenden Trick:

Kocht einfach vor! Ich koche mir immer eine riesige Portion Kichererbsen und friere sie dann in kleinen Dosen portionsweise ein. So habe ich trotz der langen Vorbereitungs- und Kochzeit immer Kichererbsen fertig zum Kochen! Die könnt ihr dann so wie sie sind gegen Ende der Garzeit einfach mit in den Topf schmeißen. Lecker!

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…und vegan auch noch!

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Was ich gestern nicht erwähnt hatte: Ich lebe seit knapp drei Jahren mehr oder weniger vegan. Mehr oder weniger soll heißen: Ich ernähre mich zuhause eigentlich ausschließlich vegan, esse aber ab und an auswärts mal eine Pizza. Oder ein Eis (sofern das der derzeitige Zuckerplan zulässt).

Eis… genau. Damit fing es an. Ab und zu mal ein Eis im Sommer – ist doch nett. Und wenn es nur selten ist, finde ich das zuckermäßig auch vertretbar. Und es wird keine Kuh mehr gequält, wenn ich 3 x im Jahr ein Eis esse.

Aber natürlich ist es dabei nicht geblieben. Mit meinem Zuckerkonsum ist auch der Milchkonsum gestiegen. Denn die vegane Schokolade schmeckt einfach – wenn wir mal ganz ehrlich sind –  nur halb so gut.

Daher muss ich meinen Plan noch revidieren: 2017 möchte ich auch wieder deutlich veganer leben. Wobei das ohne Schokolade und Eis vermutlich sowieso nicht so schwer wird… 😉

Arme Sau! Ein Exkurs.

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Erst einmal ein Warnung: Das Thema heute ist hart. Sehr hart. Mir kommen dabei Tränen. Wer also eher zartbesaitet ist, sollte sich noch einmal überlegen, ob er/sie diesen Blogeintrag lesen will.

Hallo liebe Leser.

Ja, ich weiß, eigentlich ist das ein Blog zum Thema Zucker und zuckerfreies Leben, aber ich möchte heute etwas mit euch teilen, das mich zur Zeit ziemlich beschäftigt. Wie ihr ja vielleicht wisst, haben Mark und ich letztes Jahr beschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Das hat eigentlich keine gesundheitlichen Gründe (obwohl ich inzwischen erfahren habe, dass es viele Ärzte und Wissenschaftler gibt, die die Meinung vertreten, dass eine vegane Ernährung die beste Vorbeugung gegen Krebs ist – genau wie eine zuckerfreie Ernährungsweise). Ich habe eigentlich auch nicht wirklich ein Problem damit, ein Tier zu essen. Die meisten Tiere essen andere Tiere – so auch wir. Aber im Gegensatz zum Menschen, quälen die anderen Tiere ihre Nahrung nicht vom Beginn ihres Lebens bis zum letzten Atemzug.

Zur Einstimmung in das Thema stellt euch bitte folgenden Horrorfilm von Ridley Scott (oder so) vor:

Das Jahr ist 2060. Aliens haben die Erde übernommen. Menschenfressende Aliens. Sie sind hier geblieben, um die Menschen zwecks Fleischgewinnung zu züchten und zu mästen. Die Menschen leben unter unvorstellbaren Bedingungen: Mütter kennen diese Menschen nicht. Sie wurden von Anfang an mit einem Schlauch, der ihnen in die Kehle gesteckt wird, zwangsernährt. Nach Jahren der Überzüchtung haben die Aliens die Menschen nun soweit gebracht, dass sie in nur 3 Jahren auf satte 60 kg kommen. Leider kann der Knochenbau mit diesem rasanten Wachstum nicht wirklich mithalten, so dass die Menschen sich kaum auf den Beinen halten können und eigentlich eher hilflos in der Ecke rum liegen. Sie sind aber mit 200 anderen Menschen in einen winzig kleinen Raum gepfercht, so dass sie sich aus Platzmangel nicht wirklich hinlegen können. Toiletten gibt es nicht – es stinkt überall nach Urin und Kot. Damit keine Seuchen ausbrechen, wird das Wasser, das diese armen Teufel trinken, periodisch mit Antibiotika versetzt. Das hat auch den Vorteil, dass die Menschen noch schneller wachsen. Zum Glück ist aber nach 36 Monaten die Erlösung in Sicht: Ohne ein Wort zu sagen, treiben die Aliens sie einzeln in kleine Käfige, wo ihnen der Kopf fixiert wird, damit man sie dann mit einem Bolzenschussgerät töten kann. Das sind die Glücklichen – sofern der Schuss nicht beim ersten Mal leicht daneben geht. Andere werden lebend mit den Füßen nach unten an eine Fließbandvorrichtung gehängt und an einem scharfen Messer vorbeigefahren, das ihnen den Hals aufschneidet. Dann zieht man ihnen, während sie noch ausbluten und eventuell noch am Leben sind, die Haut ab, schneidet Hände und Füße ab und wirft sie in einen Mülleimer. Die Allerunglücklichsten allerdings bekommen den Bauch aufgeschnitten  und zwar bei lebendigem Leib und ohne Betäubung. Das letzte, was diese Menschen sehen, ist wie die Aliens ihnen die Eingeweide entnehmen. Dann werden sie zu den anderen Kadavern auf einen Stapel geworfen, wo sie dann liegen bleiben, bis sie zu leckeren Manburgern weiterverarbeitet werden.

Die Aliens freuen sich: Je schneller die Menschen „erwachsen“ werden, je mehr von ihnen man in einem Stall zusammen „großzieht“, desto billiger wird das Fleisch. Hey! Heute wieder Super-Sonderangebot im Discounter! Menschenkeule für nur € 3,50 das Kilo! (Nanu? Haben die etwa unsere Währung übernommen??)

Wenn man sich diesen Film auch nur vorstellt, kommt einem das kalte Grausen. Es ist einfach nur schrecklich. (Ich merke gerade, dass es überhaupt keine Wörter gibt, um so etwas Entsetzliches zu beschreiben!) Fakt ist: Ich habe kein einziges Wort aus meinem „Film“ erfunden. Ich habe nur die Tiere durch Menschen und die Menschen durch Aliens ersetzt. Genau so, wie ich es beschrieben habe, leben und sterben Millionen von Tieren in Deutschland, damit wir sie später günstig kaufen und dann essen können.

Ich lese gerade das Buch „Kein Fleisch macht glücklich“ von Andreas Grabolle. Gestern Abend habe ich mit angewiderter Miene das Kapitel über die Schweinemast gelesen und wollte es einfach überhaupt gar nicht glauben. Es ist für mich kaum fassbar, was wir diesen Tieren antun.

Zuerst muss man wissen, dass Schweine sehr intelligente und auch sehr reinliche Tiere sind. Ihre Intelligenz (und auch ihr Geruchssinn) entsprechen (oder übertreffen) ungefähr der eines Hundes. Schweine richten sich, wenn man sie lässt, ihren Wohn-, Schlaf- und Toilettenbereich getrennt ein. In einem Schweinemastbetrieb ist das leider nicht möglich. Im Durchschnitt leben die Tiere hier auf einer Fläche von 75 cm x 75 cm (für ein Tier von bis zu 100 kg!) auf einem harten Boden, der mit Rillen versehen ist, in denen der Urin ablaufen soll. Das heißt, sie stehen den ganzen Tag genau dort, wo sie auch schlafen und ihr Geschäft verrichten. Dabei kommt es vor, dass sie den anderen Schweinen ins Gesicht urinieren – weil sie so eng zusammen stehen. Der Geruch, der dabei entsteht, ist für uns Menschen kaum zu ertragen. Jetzt stelle man sich einmal vor, wie er für die Schweine sein muss, die eine viel, viel bessere Nase haben als wir!

In den Rillen, auf denen die Schweine stehen, verfangen sich häufig ihre Füße, so dass sie sich oft und leicht verletzen. Außerdem gibt es aus Mangel an Einstreu nichts für die Tiere zu tun. Sie langweilen sich buchstäblich zu Tode – und werden dann aggressiv und nehmen sogar kannibalistische Züge an. Aber dagegen gibt es ja zum Glück Beruhigungsmittel und andere Medikamente! Und überhaupt: Die Schweine sollen sich gar nicht groß bewegen, weil sie dann schneller dick werden.

So sieht also das Leben der Schweine aus (nachdem sie ca. 4 Wochen bei ihren Müttern in einer engen Kiste bleiben durften). Und das Lebensende ist auch nicht besser: Die meisten Schweine werden heute mit CO2 betäubt, bevor man ihnen die Kehle durchschneidet. Hört sich human an. Allerdings ist es erwiesen, dass sie dabei durchaus leiden und das Gefühl haben, zu ersticken. Nach der Tötung kommen die Tiere in ein Brühbad, in dem die Borsten von der Haut gebrannt werden. Leider kommt es bei ca. 1 % der Schweine vor, dass sie nicht genug betäubt waren und vor dem „Stechen“ wieder aufwachen, bzw. dass beim Stechen nicht sauber gearbeitet wurde oder gar ein Tier komplett vergessen wurde. Diese Tiere sind dann wach und bei Bewusstsein, wenn sie per Fließband in das Brühbad gefahren werden und nehmen dann dort (nachweislich) ihren letzten Atemzug. Und bei der unglaublichen Anzahl an Schweinen, die jeden Tag geschlachtet werden, bedeutet 1 %, dass über eine halbe Million Tiere pro Jahr dieses grausige Schicksal ereilt!

So leben und sterben die Schweine, die die Deutschen jeden Tag in sich hineinstopfen. Und man glaube bitte nicht, dass es den anderen Tieren besser geht – oder dass Biofleisch wirklich besser ist. In der Biohaltung haben zum Beispiel Masthennen zwar doppelt so viel Platz wie ihre Artgenossen in herkömmlicher Haltung, aber das bedeutet trotzdem noch lange nicht, dass sie ein gutes Leben genießen: Auf einem Quadratmeter Fläche (das ist die Größe unseres Wohnzimmertisches) leben in der Biohaltung 10-12 Hühner! Ich würde sagen, dass ein Quadratmeter schon für ein einziges Tier nicht wirklich viel ist. Aber bei 12 können sie sich doch kaum noch bewegen! Und das ist BIO! Normale Masthennen teilen sich ihren Quadratmeter mit 19-25 anderen Artgenossen!!! Und nach 8 Wochen werden sie lebend kopfüber in eine Fließbandvorrichtung gehängt und an einem rotierenden Messer vorbeigefahren, das ihnen die Kehle durchschneidet.

Ach ja, und das mit dem Bauch aufschlitzen, das waren natürlich die Fische.

Na dann guten Appetit! Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass ich nie wieder ein Tier essen werde. Fragt sich bloß noch, ob man es noch verantworten kann, Milchprodukte zu verzehren… Die glückliche Milchkuh wird nämlich spätestens nach 5 Jahren auch geschlachtet, bevor sie so alt ist, dass das Fleisch nicht mehr genießbar ist. Altersheime für Milchkühe: Fehlanzeige!

Das ist alles ganz schön harter Tobak. Wer noch nicht überzeugt ist, kann sich gerne noch dieses Video anschauen, in dem gezeigt wird, wie die industrielle Schlachtung einer Kuh abläuft. Aber Achtung: Mir sind die Bilder den Rest der Woche nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Ich hätte am liebsten gekotzt. Und ich habe dabei die ganze Zeit meinen Ridley Scott-Film vor Augen.