Archiv der Kategorie: Umstellung auf zuckerfrei

andere Lebensmittel andere Sorgen

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Momentan  gehe ich wirklich zu oft an den Kühlschrank. Zu Beginn der zuckerfreien Zeit habe ich geschrieben, dass es scheinbar recht einfach sei. Ich bräuchte bloß einen Schluck Apfelsaft zu trinken, und – weg! Das hat sich verändert.
Jetzt, wo wir keinen Zucker mehr essen, wird sich das Geschmacksempfinden verändern, heißt es.

So wie hier etwa:
Mit der Zeit habe ich vermehrt das Verlangen nach Molkereiprodukten. Joghurt könnte ich momentan auch einfach pur essen. Er schmeckt jetzt auch ohne Zucker. Zum Frühstück tue ich am liebsten Banane und Granola rein. Manchmal habe ich aber das Bedürfnis, nach dem Mittag auch so eine ganze Schüssel Joghurt mit Banane zu essen. Das ist dann allerdings zu viel des Guten. Denn eigentlich war ich doch schon satt.

Also kommt jetzt das Problem hinzu, nicht zu viel zu essen. Zuckerfrei in allen Ehren, aber deshalb nicht mehr, bitteschön!

In puncto Molkereiprodukte sei noch gesagt: Da wir schon lange kein Fleisch mehr essen,  müsste ich eigentlich auch auf Milch verzichten. Anstatt Kuhmilch könnte ich Soja-, Reis- oder Hafermilch trinken. Ich habe allerdings schon festgestellt, dass das Müsli ohne Kuhmilch nicht schmeckt.

Also auch das Müsli abschaffen?

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Fressattacken

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Es wird so langsam schwerer. Zwar kann ich mühelos an Süßigkeiten vorbei laufen und angebotenen Kuchen dankend ablehnen – wirklich überhaupt kein Problem. Aber zu Hause habe ich gerade ständig das Gefühl, ich müsste jetzt mal nen kleinen „Snack“ zu mir nehmen. Eigentlich könnte ich pausenlos nur futtern. So also ob tief drinnen eben doch das Gefühl sitzt: Jetzt ist aber endlich mal wieder was Süßes dran! Und um das zu umgehen, muss ich dann eben was anderes essen – so fünf mal am Tag. Aber statt dann wenigstens Obst zu essen (da wäre ja auch Zucker drin), besteht mein Ersatz für Süßigkeiten viel zu oft aus Nüssen. Nicht so wirklich gut für die Figur, so auf Dauer. Aber natürlich immer noch besser, als Schokolade…

Die Tage habe ich auf der Straße eine leere Packung Toffifee liegen sehen und plötzlich hat sich da ein ganz böser Gedanke eingeschlichen: „Mmmmhhh! Wenn das Jahr rum ist esse ich erst mal eine ganze Packung Toffifee! Nur einmal! Und dann bin ich wieder brav!“

Falsche Taktik! Was bringt es mir, die Zuckerentwöhnung ein ganzes Jahr durchzuhalten, um dann gleich wieder in alte Verhaltensmuster zu verfallen? Genau mit dem Mist wollte ich doch aufhören!! Eigentlich muss es heißen: „Mmmmhhh! Wenn das Jahr rum ist esse ich erst mal ein oder zwei Toffifee! Nur einmal! Und ich werde sie so richtig genießen!!“

Anyhow, der Plan für die nächsten Tage: Immer einen schönen Pott ungesüßten Tee auf dem Tisch stehen haben (zum Glück habe ich Mark eine Teekanne von Bodum zum Geburtstag geschenkt) und dann immer, wenn ich was futtern will, erst mal nen Tee trinken.

Wir berichten.

Entgiftung!

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Schokolade macht bei mir Pickel. Ganz klar. Immer, wenn ich irgendwo lese, dass es keinen Nachweis gebe, dass Schokolade Pickel verursacht, denke ich nur: Die haben mich nicht als Versuchsperson gehabt! Immer wieder habe ich es ganz klar beobachten können: Wenn ich eine Woche oder länger auf Schoki verzichte, habe ich keinen einzigen Pickel mehr. Aber sobald ich wieder Schokolade esse (in meinen riesigen Mengen), dann fangen die blöden Dinger spätestens am dritten Tag an zu sprießen. Und zwar massenweise.
Um so mehr war ich verwundert, dass ich seit der Umstellung auf Zuckerfrei trotzdem noch von Pickeln geplagt bin. Vor allem am Hals. Ich hatte so eine wage Vermutung, dass das daher kommen könnte, dass der Körper jetzt vermehrt die Giftstoffe ausschwemmmt, die ich in mir hatte.
Gestern habe ich dann beim Lesen eines Blogeintrags meiner Mitstreiterin Sina endlich die Bestätigung erhalten: In dem Buch Vegan for Youth von Attila Hildmann wird vorgeschlagen, 60 Tage lang vegan und zuckerfrei zu leben. Guter Plan. Und hier steht angeblich, was ich schon vermutet hatte: Bei dieser Ernährungsumstellung sind Pickel normal. Das ist eine Entgiftungsreaktion des Körpers!
Na dann ist ja jetzt alles klar!

Erste Zweifel

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Heute geht unsere erste zuckerfreie Woche zu Ende. Die meiste Zeit hatte ich überhaupt keine Probleme damit. Lust auf Süßigkeiten hatte ich kein einziges Mal! Das beweist mir, dass wir genau die richtige Entscheidung getroffen haben. Sobald der Suchtstoff wegfällt, wird auch das Verlangen nach dem wirklich bösen Zeug (bei dem ich nicht mehr aufhören kann) weniger.
Probleme habe ich allerdings mit dem Frühstück. Ich bin eben doch nicht für ein herzhaftes Frühstück zu haben. Da wir die ganze Woche lecker Brot und Brötchen gebacken haben, habe ich mich auch dazu genötigt gefühlt, es zum Frühstück zu essen (statt Müsli mit Obst). Allerdings ohne Honig oder Marmelade, wie ich das sonst getan hätte. Fazit: Ist nicht so mein Ding. Da muss Abhilfe her!
Also haben Mark und ich uns gestern Abend in die Küche gestellt und fleißig „Süßes“ für’s Frühstück fabriziert: Bananen-Nuss-Granola (seeeehr lecker!) und zuckerfreie Erdbeer-Himber-Marmelade. Granola ist so was wie Knuspermüsli und wird im Ofen gebacken (Rezept folgt). Beides ist richtig gut gelungen.
Und trotzdem: Heute Morgen fand ich meine neue Marmelade auf Knäcke eher langweilig. Und mein heiß geliebtes Thai-Curry war heute Mittag ohne den Esslöffel Ahornsirup auch nur noch halb so gut. Es ist eben doch nicht das gleiche. Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass die Menschheit den Zucker so liebt: Er ist einfach lecker!
Und vielleicht sollte ich auch nicht zu viel von mir erwarten. Ziel unseres Jahres ohne Zucker ist ja unter anderem, unseren Geschmack umzustellen. Das passiert natürlich nicht innerhalb von 7 Tagen! Wobei ich doch schon erste Fortschritte bemerkt habe: Da ich meinen Saft bisher extrem ungerne mit Wasser verdünnt getrunken habe, dachte ich mir: Dann trinkst du eben nur ein drittel Glas Saft pur und das Wasser dann einfach hinterher. Als ich dann gestern mein Gläschen Multivitaminsaft getrunken habe, war er mir irgendwie viel zu süß. Bisher hatte ich noch nie gemerkt, dass er überhaupt süß ist! Das war mir einfach nie aufgefallen.
Ich habe diesen Artikel ja mit „Erste Zweifel“ betitelt. Das soll keinesfalls heißen, dass ich an unserem Vorhaben für dieses Jahr zweifele. Ich will und werde dieses Jahr keinen Zucker essen! Aber vorhin habe ich zum ersten Mal daran gedacht, dass das Jahr ja auch irgendwann vorbei ist, und ich dann nicht mehr „leiden“ muss. Und dann zumindest Dinge mit Ahornsirup oder Apfeldicksaft süßen werde.
Aber wie schon gesagt, eigentlich leide ich überhaupt nicht. Die meiste Zeit fällt es mir wirklich sehr leicht.Und wenn ich die Marmelade erst mal mit frisch gebackenem Brot statt trockenem Knäcke probiert habe, werde ich sicher begeistert sein!

Also: Hier zu Hause bisher alles gut. Allerdings war ich bisher nur wenig unterwegs. Wie das auf der Arbeit oder im Urlaub werden soll, ist mir noch ein Rätsel. Die Umwelt ist einfach nicht auf zuckerfreies Leben ausgelegt.

Leben ohne Zucker – Tag 3

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Ich warte auf extreme Entzugserscheinungen. Bisher sind sie ausgeblieben. Es war leichter als erwartet.

Im alten Jahr 2013 hatten wir ein Apfel-Birnenmus gekauft, das (klar) zuckerfrei ist. Damit konnte ich die ersten Wünsche nach etwas Süßem stillen. Immer, wenn ich Lust auf etwas süßes hatte, bin ich zwischendurch zum Kühlschrank gegangen, habe einen Teelöffel von dem Apfel-Birnenmus gegessen, und es ging mir wieder gut. Irgendwann war dieses Glas aufgegessen, und ich musste mir was anderes einfallen lassen. Abends habe ich mir dann Birne und Apfel gekocht und mit Limettensaft verfeinert. Schmeckt super.

Zwischen den Mahlzeiten habe ich es geschafft, mal hier mal da, ein paar Trauben zu essen, oder einfach nur mal ein Schluck Saft zu trinken.

Dann der Einkauf: Natürlich ging ich an allem „Verbotenen“ vorbei. Trotzdem habe ich immer vor mich hin gesagt: Dies nicht, das nicht, jenes nicht. Auf der anderen Seite war ich aber auch irgendwie etwas stolz, all den Kram nicht mehr zu essen.

Mir fällt auf, dass ich jetzt mehr Molkereiprodukte esse. Denn die sind ja erlaubt: Kefir, Jogurt, Sahne, Quark. Mit Zitrone oder anderen Fruchtsäften gemischt sind sie auch eine leckere Zwischenmahlzeit.

Fazit: Bei den Mahlzeiten ausreichend essen, und zwar das, was länger vorhält. Trotzdem aber nicht zu viel essen. Mehrere Mahlzeiten sind (wie man weiß) besser. Wenn zwischendurch der Hunger kommt, horcht mal in Euch rein, ob es wirklich Hunger ist.

Leben ohne Zucker – Tag 1

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Juhu! Jetzt ist das neue Jahr endlich da! Erst einmal:

Frohes neues Jahr! 

…an alle, die das vielleicht lesen! 🙂

Und außerdem: Juhu! Jetzt ist das Jahr ohne Zucker endlich da!

Ernsthaft? Juhu? Kann man sich tatsächlich darüber freuen, dass man sich die nächsten Wochen ja doch irgendwie quält und unterwegs kaum noch was zu essen kriegt? Wir beide freuen uns tatsächlich! Vielleicht wird es erst einmal eine Qual für die Seele – zumindest am Anfang – aber ich habe in den letzten Wochen meinen Körper dermaßen gequält (mit Schokolade und Schokolade und Schokolade…) dass meine Seele extrem mitgelitten hat und es eigentlich kaum schlimmer kommen kann. Ich habe diesen Tag wirklich herbeigesehnt.

Wie war er also bisher, der erste Tag?

Frühstück: Obst, Müsli, Joghurt – mein Standardfrühstück seit mindestens einem halben Jahr. Nur: Bisher war es immer mit Stevia gesüßt! Und es sollte doch möglichst Knuspermüsli sein – böse Zuckerfalle! Meine neue, selbstgemachte Müslimischung enthält Mehrkornflocken, ein paar Körner, zuckerfreie Cornflakes aus dem Bioladen und Nüsse.
Fazit: Die ersten Bissen waren etwas fade, aber nach der Hälfte der Schüssel hatte ich mich schon an den fehlenden Süßstoff gewöhnt und fand Banane und Apfel süß genug. Nur die Cornflakes sind etwas labberig. Ich werde wohl diese Woche irgendwann das zuckerfreie Knuspermüsli-Rezept ausprobieren. Je crunch, desto besser. 😉

Mittagessen: Im Westen nichts neues. Lecker Gemüse-Getreide-Auflauf – da kam noch nie Zucker rein. Falls es irgendwen interessieren sollte, habe ich heute eine praktische Entdeckung gemacht: Wenn man den Auflauf mit rohem Gemüse macht und das ganze eine Stunde lang in den Ofen stellt, kann man tatsächlich ungekochte Linsen mit rein geben. Die sind dann hinterher weich! (Ich habe Belugalinsen genommen – die sind ziemlich klein – und extra Wasser mit rein gegeben.) Zum Nachtisch eine Nashi-Birne. Lecker!
Fazit: Mittagessen kein Problem. Das Problem kommt hinterher! Da wäre dann so was Süßes dran gewesen – wenigstens ein Joghurt. Musste ich mir dann schon verkneifen.

Nachmittag: Hier kommt im Allgemeinen der Schoki-Hunger extrem durch. Ich habe mich mit Obst und ein paar Erdmandeln über Wasser gehalten. Die sind super gesund und leicht süßlich (gibt’s im Bioladen/Reformhaus). Man muss allerdings gute Zähne haben!

Abendessen: Salat, selbstgebackenes Brot, Käse. Davor hatte ich mich ein bisschen gefürchtet. Ein ordentliches Salatdressing braucht für mich einen Schuss Zucker oder Honig – oder wenigstens Stevia. Ich bin eigentlich für meine fantastischen Salatdressings bekannt. Aber ohne Süß? Allenfalls bei einem griechischen Bauernsalat  (mit lecker Feta). Um mich ein wenig zu verwöhnen, habe ich ne halbe Packung Champignons und eine große Zwiebel schön braun gebraten und über den Salat gegeben. Außerdem hatte das Dressing einen Schuss Ananans-Saft (dafür weniger Öl).
Fazit: Nicht mal halb so schlimm, wie ich gedacht habe! Ich mag das süße Dressing ganz klar lieber, aber ohne Zucker schmeckt’s wenigstens passabel bis ganz gut. Und die süßen Zwiebeln haben geholfen!  Umgewöhnung geht natürlich nicht am ersten Tag.

Insgesamt kann ich mich nicht beschweren. Alles war auch ungesüßt essbar und die Munchies haben sich in Grenzen gehalten. Allerdings ist erfahrungsgemäß der dritte Tag der schlimmste (zumindest ohne Schoki)! Warten wir es also ab!

Den Abend haben wir bisher übrigens damit verbracht, zwei Laibe Brot zu backen (einer wird 10 Minuten vorher raus genommen und eingefroren. Geheimtipp!) und einen zuckerfreien Apfel-Zwiebel Aufstrich zu machen.

Aktion: Entgiftung der Küche – Erschreckende Bilanz!

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Morgen soll es losgehen! Heute haben wir daher alle Küchenschränke, den Kühlschrank und die Abstellkammer ausgeräumt und rigoros alles rausgeholt, was Zucker oder Süßstoffe beinhaltet. Das erschreckende Ergebnis seht Ihr hier:

Ein ganzer Tisch voller Gift (d.h. Zucker).Wenn ich mir das so anschaue, wird mir übel!

Das seltsame dabei ist, dass ich mir relativ sicher war, dass wir nicht allzu viel Zucker im Haus haben. Fertiggerichte sind bei uns seit vielen Jahren eine große Ausnahme und ich koche immer aus frischen Zutaten. Aber es kommt trotzdem ein ganzer Tisch voller zuckerhaltiger Lebensmittel zusammen. Unglaublich! Was mich wirklich erstaunt hat: Die dunkle Sojasauce, die Kidneybohnen (eins der wenigen Lebensmittel, die ich aus Zeitgründen öfter mal aus der Dose genommen habe), der Meerrettich und sogar die Rama Cremefine haben Zucker drin!!! Was haben wir uns da die ganze Zeit unwissentlich angetan?

Zu unserer Verteidigung muss ich aber auch dazu sagen, dass einige von diesen Dingen seit Jahren im Schrank standen und nie benutzt wurden.  Beispiel: Kartoffelknödel im Kochbeutel – abgelaufen Januar 2011; Tütensuppe von Maggi – abgelaufen 2010; Puddingpulver – abgelaufen 2009! Und es stehen da noch 11 Gläser selbstgemachte Marmelade.

Es ist auf jeden Fall ein irre gutes Gefühl zu wissen, dass alles, was jetzt noch in der Küche steht (die Abstellkammer brauchen wir kaum noch) bedenkenlos gegessen werden kann. Komischerweise: Wenn es keinen Zucker hat, hat es anscheinend auch keine anderen ungesunden Zutaten. Sehr seltsam! Eine Verschwörung? 😉

Der Countdown läuft

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Noch 2 Tage bis wir uns für ein Jahr vom Zucker verabschieden wollen. Vorerst sogar von allem Süßen. Ob wir früher oder später alternative Süßungsmittel zulassen wollen, haben wir noch nicht entschieden, ich will aber auf jeden Fall die ersten 4 Monate komplett darauf verzichten, damit sich der Geschmackssinn umstellen kann und ich auch einfach mal weiß, wie das so ist.

Für den Silvestertag haben wir eine gemeinschaftliche Familienaktion geplant: Zusammen Schränke und Kühlschrank ausräumen und alles rigoros wegwerfen, was noch Zucker drin hat (und dabei endlich auch mal die Schränke auswischen und den Kühlschrank abtauen). Die Kinder finden das total spannend. Mark hat ihnen vorhin davon erzählt und sie haben ganz aufgeregt durcheinander gerufen, was wir dann alles machen: „…und Brot können wir behalten! Und Banane auch!“ Sieht so aus, als ob wir doch noch was Süßes im Haus haben werden, auch wenn das Zuckerzeug weg ist! 😉

Doch schon früher anfangen?

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In den letzten Tagen habe ich wieder so viel Schokolade gegessen, dass mir zwar nicht schlecht davon geworden ist, ich aber gedacht habe, es muss echt aufhören – und zwar sofort. Am besten soll jetzt schon alles „Böse“ weg sein.

Es sind nur noch ein paar Tage, aber vorher will ich alles (Verbotene) noch einmal gegessen haben. Also sündigen, was das Zeug hält. Die Sucht ist  jetzt so groß geworden, dass ich nervös durch die Gegend laufe, nur um etwas Süßes zu finden.  Da sieht man einmal, wie schnell man in einen Teufelskreis gerät. Zum Glück habe ich beim Einkaufen keine Schwierigkeiten gehabt, am Süßigkeitenregal vorbei zu gehen. Positiv fällt mir auf, dass ich schon einen gewissen Blick entwickele und schaue: Was kommt auf jeden Fall nicht in den Einkaufswagen.

Heute habe ich recht viel Obst eingekauft, und gedacht: Wenn genug da ist von dem, was ich anstelle von einem Nutella-Brot oder einer Tafel Schokolade essen kann, dann nehme ich einfach dies. Das Angebot regelt ja bekanntlich die Nachfrage. Wenn Zucker im Haus ist, wird er auch konsumiert. Wenn kein Zucker vorhanden ist, kommt man auch eher weniger auf die Idee, etwas mit Zucker zu essen. Soweit die Theorie!

Verstehen die Kinder das?

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Gestern waren wir einkaufen. Hannah ging durch den Supermarkt, zeigte auf Süßigkeiten und sagte: „Das brauchen wir nicht! Das da auch nicht! Da ist Zucker drin!“

Und zu Hause sagte sie beim Blick in den Vorratsschrank: „Das müssen wir dann alles verschenken!“

Erstaunlich, wie gut sie das bisher aufgenommen hat. Ich habe nur das Gefühl, sie kann sich noch nicht so richtig vorstellen, was das bedeutet, wenn es dann soweit ist.

Allerdings hat sie sich über die Umstellung auf vegetarische Ernährung auch nicht ein einziges Mal beschwert. Gestern im Supermarkt hat sie die Fischstäbchen in der Tiefkühltruhe gesehen und wollte, dass ich welche kaufe. Als ich dann sagte: „Nein, wir wollen doch keine Tiere mehr essen“, meinte sie: „Stimmt ja! Die werden ja geschlachtet!“, und ist zufrieden weitergegangen.