Archiv der Kategorie: Leben ohne Zucker im Allgemeinen

Geschafft! Ein Jahr ohne Zucker!

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… oder fast 😉

Frohes neues Jahr!! 2014 ist zu Ende und somit auch das zuckerfreie Jahr, das wir uns selbst auferlegt hatten. Und ich habe es durchgehalten!

…. äh… bis auf die letzte Woche. 😉 Wir waren nämlich über Weihnachten auf den Kanaren (über zuckerfreien Urlaub werde ich euch demnächst berichten – es ist möglich, wenn man gut vorbereitet ist). Am letzten Tag unseres Urlaubs – genau drei Tage bevor das Jahr zuende war, habe ich mir dann doch ein Eis gegönnt.

Und wie war das erste Eis nach 362 Tagen ohne Süßigkeiten? Hm. Also… es hat ganz lecker geschmeckt. So, echt, nicht schlecht. ABER. So eine Kaki oder ein tolles Stück Melone schmecken auch richtig lecker. Und das, was ich mir so insgesamt in der Küche zaubere ist einfach mega-lecker. Da war das Eis nicht wirklich herausragend besser. Muss irgendwie gar nicht sein.

Der Unterschied ist nur: Nach dem Eis habe ich erst so richtig Hunger bekommen – ich hätte da erst mal so richtig anfangen können zu fressen. Und genau das ist ja der Grund, warum wir auch in Zukunft versuchen werden, Zucker so weit es geht zu meiden. Denn wenn man Zucker isst, wird der das Appetit-Hormon Ghrelin nicht abgebaut, wie es beim Essen von anderen Speisen der Fall ist. In anderen Worten: Zucker blockiert das Aufkommen des Sättigungsgefühls und sorgt dafür, dass wir immer schön weiterfuttern.

Heute morgen zum Frühstück gab es daher kein Nutella (nie wieder!!), sondern schön lecker selbst gemachtes Granola mit viel, viel Obst! Also, auf ein weiteres Jahr gesundes Leben! 🙂

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Endspurt!

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Hallo da draußen!

Ewig ist es her, seit wir hier was gepostet haben. Das hat mehrere Gründe.

Zum einen war ich einfach so unglaublich beschäftigt, dass ich nie dazu gekommen bin – obwohl ich schon eine Liste mit Themen hier liegen hatte. Ich habe dieses Jahr ein Buch herausgebracht und arbeite gerade an dem nächsten (und ich habe schon eine Anfrage, ob ich nicht ein Buch über zuckerfreies, veganes Leben schreiben will! :-)). Und meine Kurse und der Online-Shop laufen bombastisch gut – also war ich beruflich voll eingespannt.

Zum anderen hat Mark nichts mehr gepostet, weil er vor einigen Wochen aus diesem Projekt mehr oder weniger ausgestigen ist. Es ist ihm mit der Zeit immer schwerer gefallen, komplett auf Zucker zu verzichten, und so hat er dann doch das ein oder andere Mal gesündigt. Aber davon (und von den Folgen) soll er irgendwann selbst berichten.

Unser zuckerfreies Jahr ist jetzt bald zu Ende – noch 1 Monat! Ich bin nach wie vor konsequent. Zuckerfrei und Spaß dabei! Natürlich gibt es auch Tage, an denen es mir etwas schwerer fällt – aber insgesamt fühle ich mich pudelwohl und will das meiste auch im neuen Jahr so beibehalten.

Und doch gibt es ein paar Dinge und Produkte, die ich zumindest probeweise ändern oder wieder einführen möchte:

  • Ahornsirup – Eigentlich fast nur für’s Salatdressing. Dann esse ich auch wieder Salat. Muss ja nicht furchtbar viel sein.
  • Gemüsebrühe – Tut mir leid, die aus dem Bioladen ohne Zucker schmeckt einfach… äh… ganz ehrlich…  zum kotzen!
  • guter Biohonig – Wahrscheinlich bleibe ich zu 80 % bei meinem selbstgemachten Granola mit viel Obst. Aber auf Brot muss ich morgens was Süßes haben.
  • Brötchen am Wochenende – Ach… man muss es sich doch ab und an mal gut gehen lassen, oder? Und leider haben wir kein Brötchenrezept gefunden, das uns auf Dauer auch nur annähernd überzeugt hat. Außerdem haben wir einfach zu wenig Zeit. Also kaufe ich nächstes Jahr Brötchen, die Malzmehl enthalten. Wenn Zucker drin ist, lass ich’s.
  • Restaurantbesuche – Hey, wir gehen maximal einmal im Monat irgendwo essen. Und da möchte ich bitteschön nicht jedesmal anrufen und fragen müssen, ob’s denn auch was mit Zucker gibt. Ich muss ja nicht gleich das Eis zum Nachtisch essen, aber bei den normalen, nicht-süßen Lebensmitteln werde ich einfach essen, wozu ich Lust habe. Ich bin durch das vegane Essen schon genug eingeschränkt.

Und so ab und zu… so ganz selten mal… möchte ich mal ein Stück Kuchen essen, wenn mir jemand eins serviert. Aber wehe, das schmeckt dann nicht!!!

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Bis dahin heißt es jetzt: Endspurt! Nochmal 31 Tage tapfer durchhalten – ach nein, da muss ich ja gar nicht tapfer sein. Alles ganz easy! Und an Weihnachten gibt’s einfach Bananenmuffins bis zum Umfallen!! 😀

Es wird nicht leichter…

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… oder vielleicht sollte ich eher sagen: Es wird schwerer!

Vor ein paar Monaten war ich mir noch ganz sicher, dass ich auf jeden Fall nach Ende des zuckerfreien Jahres so weiter machen will: kein Zucker im Haus, kein Agavendicksaft oder Honig, nur gesundes, tolles Essen. In den ersten Monaten ist mir der Verzicht überhaupt nicht wie ein Verzicht vorgekommen. Es war super einfach und ich habe mich einfach rundum wohl gefühlt.
Inzwischen neigt sich das Jahr so langsam und allmählich dem Ende entgegen (ich kann es kaum fassen) und ich ertappe mich immer häufiger dabei, wie ich sehnsüchtig auf eine Packung Kekse schiele oder mir ein Eis von Ben & Jerry wünsche. Auch die Kinder fangen plötzlich an, sich zu beschweren. Neulich fragte die Große, ob wir dann im Januar auch wieder Nutella kaufen können. Als ich erklärt habe, dass ich eigentlich nicht vorhatte, so einen Schrott jemals wieder in meiner Küche zuzulassen (und gerade Nutella!!), ist sie richtig sauer geworden und hat mich darauf hingewiesen, dass wir ja wohl gesagt hätten, wir machen nur ein Jahr ohne Zucker!
Ich kann mich auch immernoch nicht daran gewöhnen, morgens auf dem Brot etwas herzhaftes zu essen. Und somit gibt es eigentlich immer nur Müsli für mich. Auch Salat esse ich viel seltener, weil er ohne Zucker im Dressing einfach nicht so richtig schmecken will… Wobei, … ich habe schon eine ganz gute Alternative entwickelt. Die sollte ich wohl die Tage mal als Rezept einstellen. 🙂
Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass die letzten beiden Monate so stressig und arbeitsintensiv waren (was man auch daran merkt, dass ich seit Mitte August nichts mehr gepostet habe!!). Zucker ist bekanntlich Nervennahrung. Und so habe ich mir in den letzten Wochen viel häufiger als am Anfang eine „zuckerfreie“ Süßigkeit (z.B. Raw Bite) gegönnt.

Nobody is perfect!

Zuckerfreie* Süßigkeiten im Test (Teil 2)

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Letzte Woche haben wir einen Ausflug zu Veganz gemacht – einem veganen Supermarkt hier in Hamburg, der eine ziemlich abgefahrene Auswahl hat und auch viele Produkte aus dem Ausland führt. Und das tollste: Seit kurzem haben sie an jedem Produktschild kleine farbig gekennzeichnete Kürzel dran, die für gesundheitsbewusste Menschen die Kaufentscheidung erleichtern sollen. Besonders toll für uns war die blaue Markierung mit „zf“. Dreimal dürft ihr raten, was das heißt!
Als wir wieder draußen waren, hat mir Mark einen Teil seiner „Beute“ gezeigt: Diese beiden Riegel (sorry, schon leer!):


Zuckerfreie Leckerlis
Und so kann ich euch hier noch einmal von weiteren „zuckerfreien“ Süßigkeiten berichten. ACHTUNG: Es gilt wie immer: Zucker ist natürlich auch hier enthalten, und zwar nicht zu knapp. Allerdings werden diese Riegel nur mit Früchten gesüßt. Zu viel ist aber auch hier nicht empfehlenswert!

Roo’Bar

Wir hatten die Sorte „Chia Coconut“. Chia-Samen sollen ja unglaublich gesund sein (und gehören zu den so genannten Superfoods). Wenn sie feucht werden, quellen sie sehr schnell auf und werden auch etwas glibberig. Und so ist es auch bei diesem Riegel aus Datteln, Kokosnuss, Chia und Zitronenöl. Und die Samen kleben hinterher noch an den Zähnen. Wer sich daran stört, lässt lieber die Finger davon. Ansonsten ist das ganze aber wirklich lecker, spendet Energie und ist nicht zu süß.
Es gibt von dieser Firma noch eine ganze Menge anderer Sorten, die sich alle ganz schön spannend anhören.


Fazit: Durchaus essbar. Aber man darf sich nicht an den Chia-Samen stören.

 

nakd

Nakd Riegel kommen aus Großbritannien und es gibt auch hier viele verschiedene Sorten. Probiert haben wir „Cocoa Mint“ und ich wäre beim ersten Bissen fast umgefallen. So was von lecker! Als Amerikanerin leide ich ja seit Jahren unter dem Mangel von vernünftiger Mint-Schokolade in diesem Land. Und jetzt, wo ich der Schokolade abgeschworen habe, finde ich so etwas geniales!! Perfekte Mischung von Kakao und feinem Minzgeschmack, eingebettet in Dattel.

Fazit: Mehr! Jetzt!!

Rezept: Dattel-Konfekt

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Vor kurzem hat Anya einen Artikel „Süßigkeiten im Test“ veröffentlicht, in dem sie von dem Produkt Teufelswerk und Engelsgabe berichtet. Da die Bällchen nur gesunde Zutaten enthalten, möchte ich heute ein „Rezept“ vorstellen, welches einfacher nicht geht! (Achtung: Einen hohen Fruchtzuckergehalt haben sie allerdings trotzdem.) Ich habe im Netz nach ähnlichen Rezepten gesucht. Von denen hat mich folgendes von Anfang an überzeugt:

IMG_0473 (Andere)Vorbereitungszeit:
5 Minuten

 

 

 

 





Zutaten

150g  Mandeln
150g  Datteln

Zubereitung

Die beiden Zutaten einfach im Zerkleinerer (Moulinette o.ä.) ordentlich häckseln. (Man muss etwas länger pürieren, auch wenn schon alles kleingehackt ist. Nur dann entsteht eine klebrige Masse, die man bearbeiten und aus der man dann Bällchen formen kann.)

Optional kann man Zimt, Kakao oder Kokosraspel hinzufügen. Der Phantasie sind das keine Grenzen gesetzt. Weiterhin kann man die Bällchen in gehackten Mandelstückchen wälzen, oder (je nach belieben) andere fein gehackte Nüsse, Kokosraspel, Kakao, etc. verwenden. – Probiert es aus!

Sollte man die Menge verändern, ist nur darauf zu achten, dass man beide Zutaten zu gleichen Teilen benutzt. (Meine kleiner Mixer fasst nicht sehr viel, und von daher konnte ich sowieso nicht mehr als 50g auf einmal herstellen.)

Tipp: Wenn man weniger Teig auf einmal verarbeitet, lässt der Teig (da er noch warm ist) leichter verarbeiten.

Dies ist eine Süßigkeit, von der man trotz des hohen Fruchtzuckergehalts, leicht wieder loskommt. Als ich zwei Tage später noch mal welche  herstellte, habe bemerkt, dass es mir einfach zu süß war, und ich erstmal eine Pause davon brauche.

Und, wenn ihr sie esst, genießt sie!

Zuckerfreie* Süßigkeiten im Test

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* ACHTUNG: Natürlich enthalten auch diese Leckereien Zucker – wie fast alle Lebensmittel. Zuckerfrei heißt hier: Ohne zugesetzten Zucker, Honig, Stevia oder sonstige Süßstoffe.
Da sie also sehr wohl Zucker enthalten (wenn auch deutlich weniger als Mars, Snickers & Co.), sollte man diese Süßigkeiten nicht in großen Mengen verzehren, wenn man sich gesund ernähren will. Ich kaufe so was höchstens alle 2 Wochen mal. Der große Unterschied zu Schokoriegeln ist aber, dass ich danach nicht gleich noch 5 weitere essen will!!



Willkommen, liebe Leser! Heute will ich mit euch mal in die Welt der Süßigkeiten eintauchen. Wie bitte? Süßigkeiten? Ohne zugesetzten Zucker? Jawohl, die gibt’s! Und zwar gar nicht schlecht! Dass sie trotzdem süß sind, wird durch Trockenfrüchte, vor allem durch Datteln erreicht. Ich möchte euch heute drei verschiedene „Sünden“ vorstellen. Alle drei sind im Bioladen (und im Fall von jüstnüts bei uns in HH sogar bei Budni) zu finden.

Ich sollte vorher vielleicht erwähnen, dass ich grundsätzlich überhaupt kein Freund von Trockenfrüchten bin. Rosinen sind für mich der absolute Horror – es sei den sie sind im afghanischen oder indischen Essen im Reis zu finden. Daher war ich recht skeptisch, bevor ich das erste Mal in einen dieser Riegel gebissen habe. Ich wurde positiv überrascht: Datteln schmecken eigentlich gar nicht so fruchtig, sondern einfach süß. Und Rosinen sind hier weit und breit nicht zu erkennen, auch wenn sie in der Zutatenliste stehen. Lasst euch überraschen!

  1. Mein Favorit: RAW BITE

2014-03-13 16.30.08 (Andere)

Zuckergehalt pro 100 g: 30 bis 40 g (je nach Sorte)

Raw Bite ist eine Art Fruchtriegel und kommt aus Dänemark. Die Firma wirbt mit dem Slogan: „Fruit & Nuts … that’s it“. Und viel mehr ist tatsächlich auch nicht drin. Auf der Sorte Cashew steht unter Zutaten: Frucht 52 % (Datteln), Nüsse 48 % (Cashews). Punkt. Die anderen Sorten haben noch die ein oder andere Zutat mehr, allerdings ist nichts „verwerfliches“ dabei: Äpfel, Rosinen, Zimt, Vanille, Kakao.

Was soll ich sagen? Die Dinger sind ja so was von lecker! Eine dezente Süße, leicht fruchtig, durch die Nüsse auch mal etwas knusprig… Einfach nur toll!

Raw Bite Riegel gibt es in den Sorten Cashew, Apple Cinnamon, Raw Cacao, Spicy Lime, Coconut, Vanilla Berries und Protein. Am besten finde ich bisher Apple Cinnamon – einfach zimtig lecker! Spicy Lime ist leicht scharf. Cocoa schmeckt ein wenig schokoladig, aber nicht wirklich nach Schokolade.

Fazit: Absolut empfehlenswert! Macht nicht süchtig, stillt aber doch akuten Süßhunger!

  1. Teufelswerk und Engelsgabe

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Zuckergehalt pro 100 g: unbekannt, vermutlich hoch.

Diese kleinen Kugeln werden in Hamburg hergestellt und schmecken einfach nur nach Sünde. Daher stehen sie bei mir auch nicht auf Platz 1, denn ich hatte beim Essen einfach ein schlechtes Gewissen, weil sie so unglaublich süß und lecker waren, dass ich das Gefühl hatte, doch Raffaelo oder so etwas zu essen. Zumindest nach 2 Monaten ohne Zucker kommt es einem so vor…

Teufelswerk und Engelsgabe wird in einer kleinen Manufaktur hier in Hamburg hergestellt und ist in den Sorten Mandel, Kakao und Kaffee, Kakao und Kirsche, Kakao und Sesam, Kakao und Haselnuss sowie Kakao, Minze und Kokos erhältlich. Auch hier gilt: Hauptbestandteil sind Datteln, dazu kommen ähnliche natürliche Zutaten wie bei Raw Bite, und hier und da etwas hochwertiges Öl.

Nur der Preis ist etwas abschreckend: Für meine Testpackung habe ich heute 3,70 € gezahlt!

Fazit: Ultra-lecker, sollte aber schon allein aus finanziellen Gründen nur ausnahmsweise gegessen werden.

  1. jüstnüts

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Zuckergehalt pro 100 g: 36,1 bis 43,5 g (je nach Sorte)

Wieder ins Ausland: Jüstnüts kommt aus den Niederlanden und ist ähnlich wie Raw Bite, nur etwas kleiner: Die Fruchtriegel wiegen 35 g und kommen aus Fairtrade-Anbau. Es gibt die Sorten Apple & Cinnamon, Coconut und Cranberry. Die Basis ist wieder Dattel, man findet hier aber auch eher mal ein etwas größeres Stück Trockenfrucht wieder.

Während ich den Preis von 1,29 € im Vergleich zu den anderen vorgestellten Süßigkeiten ganz erschwinglich finde, bin ich geschmacklich noch nicht so ganz überzeugt. Der Riegel ist weniger süß als die beiden anderen, obwohl tendenziell ganz schön viel Zucker drin ist (schon fast so viel wie in einem Snickers). Apfel-Zimt hat irgendwie nach Seife geschmeckt. Kokosnuss war da schon besser, aber Raw Bite schmeckt trotzdem irgendwie leckerer. Cranberry habe ich noch nicht probiert. Ist irgendwo im Schrank verschollen. 😉

Fazit: Preisgünstigste, aber nicht so richtig überzeugende Alternative.

Reiner Soja-Joghurt mit natürlichem Zucker versetzt?

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Nachdem ich, bedingt durch eine Laktoseintoleranz, nur noch laktosefreien Joghurt etc. gekauft habe, probiere ich nun Soja-Joghurt aus dem Bioladen aus. Er ist zwar teurer, aber das ist es mir Wert. Und wenn ein Produkt teuerer ist, geht man ja meistens auch sparsamer damit um. Das hat den Vorteil, dass ich nicht mehr ein Becher Joghurt am Tag esse, wie vor kurzem noch.

Ich habe die verschiedenen Soja-Produkte genauer unter die Lupe genommen: alle Joghurts, die Früchte enthalten, haben auch Zucker mit auf der Zutatenliste. Warum denn bloß in aller Welt? Wenn wir einfach nur frisches Obst kochen und pürieren, ist das vollkommen ausreichend!
Nun habe ich mir also, nichts ahnend, ein paar Becher Soja-Joghurt (natur) von Provamel gekauft, und gehe davon aus, dass er kein Zucker beinhaltet. Dann zu Hause gucke ich auf die Nährwerttabelle und finde unter den Zutaten einen Sirup. Nach Wasser und Sojabohne steht an dritter Stelle Tapiokasirup, also Zucker !

Für mich geht die Sucherei jetzt weiter, nach einem veganen Joghurt, dem kein Zucker/Sirup zugesetzt wurde.

Fressattacken

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Es wird so langsam schwerer. Zwar kann ich mühelos an Süßigkeiten vorbei laufen und angebotenen Kuchen dankend ablehnen – wirklich überhaupt kein Problem. Aber zu Hause habe ich gerade ständig das Gefühl, ich müsste jetzt mal nen kleinen „Snack“ zu mir nehmen. Eigentlich könnte ich pausenlos nur futtern. So also ob tief drinnen eben doch das Gefühl sitzt: Jetzt ist aber endlich mal wieder was Süßes dran! Und um das zu umgehen, muss ich dann eben was anderes essen – so fünf mal am Tag. Aber statt dann wenigstens Obst zu essen (da wäre ja auch Zucker drin), besteht mein Ersatz für Süßigkeiten viel zu oft aus Nüssen. Nicht so wirklich gut für die Figur, so auf Dauer. Aber natürlich immer noch besser, als Schokolade…

Die Tage habe ich auf der Straße eine leere Packung Toffifee liegen sehen und plötzlich hat sich da ein ganz böser Gedanke eingeschlichen: „Mmmmhhh! Wenn das Jahr rum ist esse ich erst mal eine ganze Packung Toffifee! Nur einmal! Und dann bin ich wieder brav!“

Falsche Taktik! Was bringt es mir, die Zuckerentwöhnung ein ganzes Jahr durchzuhalten, um dann gleich wieder in alte Verhaltensmuster zu verfallen? Genau mit dem Mist wollte ich doch aufhören!! Eigentlich muss es heißen: „Mmmmhhh! Wenn das Jahr rum ist esse ich erst mal ein oder zwei Toffifee! Nur einmal! Und ich werde sie so richtig genießen!!“

Anyhow, der Plan für die nächsten Tage: Immer einen schönen Pott ungesüßten Tee auf dem Tisch stehen haben (zum Glück habe ich Mark eine Teekanne von Bodum zum Geburtstag geschenkt) und dann immer, wenn ich was futtern will, erst mal nen Tee trinken.

Wir berichten.

Der erste Monat ist rum!

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Jubiläum! Wir leben jetzt schon einen ganzen Monat ohne zugesetzten Zucker! Der Monat hatte natürlich Höhen und Tiefen, aber insgesamt kann ich nur sagen: Es hat mir gut getan und ich fühle mich wohl!

Auf Partys haben wir uns eigene Snacks mitgenommen, wenn wir zum Shoppen in die Stadt rein fahren, haben wir immer etwas Obst, ein paar Brote oder zumindest Kokos-Chips dabei. In der Küche haben wir so einiges an Ersatz gefunden, so dass der Kühlschrank bei weitem nicht mehr so leer ist, wie am Anfang. Ich habe schon so einige Tricks raus (z.B. einen Schuss Apfelsaft ins Salatdressing, ist zwar bei weitem nicht so süß wie früher, reicht aber dicke aus). Wir haben viele tolle Rezepte ohne Zucker gefunden oder selbst kreiert und mir persönlich schmeckt das meiste auch ohne Zucker richtig gut – der Geschmack hat sich schon zum Teil umgestellt. Und wir backen wie die Weltmeister.

Ein paar Dinge sind allerdings anzumerken:

  • Es ist ja schon teurer, so ein zuckerfreies Leben. Dadurch, dass man vieles im Bioladen kaufen muss, gibt man deutlich mehr Geld aus.
  • Ich habe zwar in der ersten Woche drei Kilo abgenommen, in der zweiten aber auch gleich wieder eins dazubekommen. Ohne Zucker leben macht nicht zwangsläufig dünn. Man muss schon weiterhin schauen, was man isst. Und das habe ich diesen Monat fast gar nicht getan. Vor allem in den letzten Tagen habe ich angefangen, wie eine Verrückte Nüsse aller Arten zu essen. Mir graust es schon vor dem Schritt auf die Waage! Vorsatz für den nächsten Monat: Wieder mehr Obst als Snack! Und nicht mehr so viel Käse beim Kochen.
  • Dazu gehört auch, dass ich abends nicht mehr so viel Brot essen will. Und das fällt wirklich schwer, weil wir eben ständig leckeres, frisch gebackenes Brot auf dem Tisch haben. Sogar ein neues Backbuch haben wir uns gegönnt.
  • Wir haben beide manchmal das Gefühl, dass wir ständig fressen, fressen, fressen könnten. Die Gewohnheit schreit: Gib mir Schokolade! Und wir kompensieren dann mit anderen Lebensmitteln – viel davon.
  • Mark hat seit dem ersten Januar ständig kalte Hände und Füße. Das hatte er noch nie! Er war immer meine Heizung. Jetzt will er sich stattdessen an mir wärmen. Autsch! Aber woran mag das liegen?
  • Ich komme morgens ziemlich schwer aus dem Bett. Kann aber auch an etwas anderem liegen…
  • Ich kompensiere mit Nüssen, Mark hat dafür wesentlich mehr Milchprodukte verdrückt als vorher. Da macht sich dann natürlich irgendwann die latente Laktose-Intoleranz bemerkbar. Mark hat also auch einen guten Vorsatz für den nächsten Monat: Weniger Milch und Joghurt, mehr Hafermilch und Sojagurt. Mal sehen, wie das läuft.
  • Die Kinder sehen das Ganze zwar größtenteils recht locker („Das brauchen wir nicht!“, rufen sie, wenn wir im Supermarkt an den Süßigkeiten vorbeilaufen.), aber manchmal hätten sie dann eben doch gerne ein zweites Glas Saft. Das gab heute auch mal Geschrei.
  • Mark hat beim Einkaufen immer das Gefühl, dass er fast gar nichts mehr kaufen darf. Stimmt natürlich überhaupt nicht. Fertigfutter haben wir auch vorher sehr wenig gekauft. Soooo viel fällt jetzt gar nicht mehr weg…
  • Man muss wirklich immer wieder genau hinschauen, was man kauft. Luna wollte letztens unbedingt Spinat mitnehmen. Da ich das Zeug nicht ausstehen kann, haben wir so etwas normalerweise nicht im Haus. Ich habe mir gar nichts dabei gedacht und einfach eine Packung gekauft (ist doch nur Gemüse, oder?). Erst hinterher hab ich’s gesehen: Da ist ja Zucker drin!! Hab ich echt nicht mit gerechnet.

Aber insgesamt können wir nicht klagen. Es läuft gut, wir fühlen uns wohl, und es schmeckt. – Auf die nächsten 11 Monate!

Erste Zweifel

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Heute geht unsere erste zuckerfreie Woche zu Ende. Die meiste Zeit hatte ich überhaupt keine Probleme damit. Lust auf Süßigkeiten hatte ich kein einziges Mal! Das beweist mir, dass wir genau die richtige Entscheidung getroffen haben. Sobald der Suchtstoff wegfällt, wird auch das Verlangen nach dem wirklich bösen Zeug (bei dem ich nicht mehr aufhören kann) weniger.
Probleme habe ich allerdings mit dem Frühstück. Ich bin eben doch nicht für ein herzhaftes Frühstück zu haben. Da wir die ganze Woche lecker Brot und Brötchen gebacken haben, habe ich mich auch dazu genötigt gefühlt, es zum Frühstück zu essen (statt Müsli mit Obst). Allerdings ohne Honig oder Marmelade, wie ich das sonst getan hätte. Fazit: Ist nicht so mein Ding. Da muss Abhilfe her!
Also haben Mark und ich uns gestern Abend in die Küche gestellt und fleißig „Süßes“ für’s Frühstück fabriziert: Bananen-Nuss-Granola (seeeehr lecker!) und zuckerfreie Erdbeer-Himber-Marmelade. Granola ist so was wie Knuspermüsli und wird im Ofen gebacken (Rezept folgt). Beides ist richtig gut gelungen.
Und trotzdem: Heute Morgen fand ich meine neue Marmelade auf Knäcke eher langweilig. Und mein heiß geliebtes Thai-Curry war heute Mittag ohne den Esslöffel Ahornsirup auch nur noch halb so gut. Es ist eben doch nicht das gleiche. Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass die Menschheit den Zucker so liebt: Er ist einfach lecker!
Und vielleicht sollte ich auch nicht zu viel von mir erwarten. Ziel unseres Jahres ohne Zucker ist ja unter anderem, unseren Geschmack umzustellen. Das passiert natürlich nicht innerhalb von 7 Tagen! Wobei ich doch schon erste Fortschritte bemerkt habe: Da ich meinen Saft bisher extrem ungerne mit Wasser verdünnt getrunken habe, dachte ich mir: Dann trinkst du eben nur ein drittel Glas Saft pur und das Wasser dann einfach hinterher. Als ich dann gestern mein Gläschen Multivitaminsaft getrunken habe, war er mir irgendwie viel zu süß. Bisher hatte ich noch nie gemerkt, dass er überhaupt süß ist! Das war mir einfach nie aufgefallen.
Ich habe diesen Artikel ja mit „Erste Zweifel“ betitelt. Das soll keinesfalls heißen, dass ich an unserem Vorhaben für dieses Jahr zweifele. Ich will und werde dieses Jahr keinen Zucker essen! Aber vorhin habe ich zum ersten Mal daran gedacht, dass das Jahr ja auch irgendwann vorbei ist, und ich dann nicht mehr „leiden“ muss. Und dann zumindest Dinge mit Ahornsirup oder Apfeldicksaft süßen werde.
Aber wie schon gesagt, eigentlich leide ich überhaupt nicht. Die meiste Zeit fällt es mir wirklich sehr leicht.Und wenn ich die Marmelade erst mal mit frisch gebackenem Brot statt trockenem Knäcke probiert habe, werde ich sicher begeistert sein!

Also: Hier zu Hause bisher alles gut. Allerdings war ich bisher nur wenig unterwegs. Wie das auf der Arbeit oder im Urlaub werden soll, ist mir noch ein Rätsel. Die Umwelt ist einfach nicht auf zuckerfreies Leben ausgelegt.