Archiv der Kategorie: Essen ohne Zucker: Unterwegs

Zwangssünde!

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Gestern musste ich doch glatt was mit Süßstoff zu mir nehmen! Ich habe die letzten beiden Tage einen Film gedreht (zu meinem Buch über Zentangle) und am zweiten Tag hab ich morgens kaum einen Satz herausbekommen, ohne dass ich mich räuspern musste. Stimme arg mitgenommen! Die einzige Lösung, die mir einfiel, war, mir Hustenbonbons zu kaufen (Ricola Zuckerfrei – obwohl ich nicht sicher bin, ob die mit Zucker da nicht gesünder gewesen wären…). Habe eins gelutscht und Voilà, ging wieder! Die restliche Tüte habe ich dann meinem „Kameramann“ geschenkt.

Hat jemand von euch einen Vorschlag, was man in so einem Fall sonst tun könnte? Vielleicht ein altes Hausmittel oder so? Hatte ja doch ein ziemlich schlechtes Gewissen dabei…

Unfreiwillig auf vegane Ernährung umgestiegen

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Nach der Zuckerumstellung hat sich meine Laktoseintoleranz weiter verschlimmert, und ich bin auf -L Produkte umgestiegen. Dann, plötzlich habe ich mit laktosefreien Lebensmitteln auch Symptome wie bei Lebensmittel mit Laktose bekommen. Also habe ich versucht alle Molkereiprodukte wegzulassen – dann ging es mir besser.

Da ich schon seit einem Jahr kein Fleisch mehr esse, und nun auch noch auf Milch (und alles was daraus gemacht wird) verzichten muss(!) hat sich mein Ernährungsstil noch mehr verändert. So ernähre ich mich jetzt also vegan UND zuckerfrei. Das hätte ich mir nie träumen lassen, irgendwann auch keine Molkereiprodukte mehr essen zu können. Dabei habe ich gerne sehr viel Milch getrunken.

Kürzlich habe ich, nach Anleitung aus dem Internet, Soja-Milch selbst hergestellt. Es ist, wie ich finde, gar nicht so aufwendig. (Aber seit wir viele neue vegane, interessante Rezepte ausprobieren, bin ich sowieso erpicht auf jede Art von Experiment.) Komischerweise schmeckt die gekaufte deutlich besser. Hm. Vielleicht müssen wir da noch etwas rumexperimentieren. Für alle Interessierten auf jeden Fall: Bei Youtube gibt es eine tolle Anleitung.

Tja, wenn ich unterwegs mal einen Cappucino oder Latte Macchiato trinken möchte, bin ich nun gezwungen, Cafés auszuwählen, wo man sich aussuchen kann, mit welcher Milch der Schaum oben drauf gemacht wird. Tipp für alle Mitleidenden: Bäckereien haben meistens einen Vollautomat, bei dem ein 08/15 Getränk rauskommt. Da kann man die Sojamilch vergessen. Sucht euch lieber ein schönes Café. Hier in Hamburg bieten zum Glück alle Cafés, die was auf sich halten, Sojamilch an!

Nichts als Vorteile

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Im letzten Jahr, als wir noch Zucker aßen, war es (wie schon erwähnt) für mich kein Problem, eine ganze Tafel Schokolade in 5 Minuten zu verspeisen. Manchmal aus Sucht, manchmal aus Frust.

Jetzt gibt es natürlich nicht weniger frustige Situationen als früher. Aber jetzt greife ich nicht mehr zur Schokolade. Jetzt geht es einfach nicht mehr. (Was wäre, wenn ich inkonsequent werden würde? Das Opfer ist mir zu groß.) Wenn ich heute anstatt dessen zu meinem heißgeliebten Joghurt greife, und einfach ein paar Esslöffel davon verspeise, ist das nicht schlimm. Es ist fast noch besser, denn ich tue oft noch Obst dazu, was richtig gesund ist.

Vorteil 1: Ich habe eine gesunde „Droge“ gefunden. Obst, statt Schokolade.

Wenn ich unterwegs bin, habe ich manchmal Lust auf Schokolade. Früher hätte ich der Sucht nachgegeben, und eine Tafel gekauft. Heute frage ich mich: Muss das denn wirklich sein? Wenn das Angebot von „erlaubten“ Dingen so gering ist, und diese am Kiosk auch noch unverschämt teuer sind, überlege ich es mir zwei mal.

Vorteil 2: Es spart Geld.

Rezept: Fruchtleder – eine gesunde Süßigkeit

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In den USA gibt es so einen netten, angeblich gesunden Snack für Kinder: Fruit Roll-Ups. Hey! Eine Extraprortion Milch … äh… Obst für meine Kinder! Super!! Das ist doch was Gesundes!!

Wenn man die Zutatenliste näher anschaut, wird einem aber eher übel! Da sind gleich drei Zuckersorten unter den ersten vier Zutaten! AUA! So werden die Kinder das Abitur bestimmt nicht schaffen! (Siehe Erschreckende Fakten über Zucker Teil 1)
Dabei kann man dieses Zeug (auch als Fruchtleder bekannt) wirklich ganz leicht selbst machen. Super Snack für Unterwegs oder auch mal als Nachtisch. Zutaten: Obst, Obst und Obst. Und sonst nichts! Meine Kinder lieben es! Ich kann sie damit sogar locken: „Zuhause gibt es eine Fruchtsüßigkeit, wenn ihr jetzt endlich eure Schneeanzüge anzieht und ENDLICH mitkommt! Arrrggghhh!!!“

Fruchtleder

Hier ist auf jeden Fall das Rezept. Es empfiehlt sich, gleich 2 oder 3 Ladungen gleichzeitig zu machen, weil der Stromverbrauch sonst doch recht hoch ist. Umluftherd ist außerdem sehr empfehlenswert.

Vorbereitungszeit:
5-10 Minuten
Garzeit:
4-6 Stunden



Zutaten

500-600 g  Obst (z.B. gefrorene Himbeeren und Erdbeeren)
1 Schuß    Zitronensaft

Zubereitung

  • Das Obst in einen beschichteten Topf geben und kochen, bis es weich ist.
  • Pürieren.
  • Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen (max. 1/3 cm dick).
  • Bei niedrigster Temperatur im Ofen austrocknen lassen.
  • Die Roll-Ups sind fertig, wenn sie nicht mehr am Finger kleben bleiben und sich in einem Stück vom Backpapier abziehen lassen.
  • Abziehen, mit der Schere in Streifen schneiden, aufrollen.

Versuchungen

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Einmal pro Woche nehme ich Unterricht in Malerei. Das tut unheimlich gut und ich habe schon wirklich viel gelernt in den 5 oder 6 Malen, die ich bisher da war. Allerdings gibt es da auch andere Schüler, die uns anscheinend zu mästen versuchen. Dreimal gab es jetzt schon die köstlichsten Leckereien: Einmal hatte eine Frau Quiche gebacken, letzte Woche gab es Kuchen und heute haben die Damen Brötchen, Lachs und 8 verschiedene Aufstriche vom Markt mitgebracht.
Wenn man 4 Stunden lang malt, kann man schon mal Hunger kriegen. Als Vegetarierin macht mich der Lachs überhaupt nicht an, aber die Brötchen sahen lecker aus. Bäckerei Junge stand auf der Tüte, also hab ich mal schnell mit dem Handy im Netz nachgeschaut. Fehlanzeige: Gerstenmalzextrakt! So ein Mist aber auch! Dabei hatte ich wirklich Hoffnung, nachdem ich letztens festgestellt habe, dass die Baguettes in der Lidl-Bäckerei tatsächlich ohne Zucker sind! Das wär’s doch gewesen: ein schönes Brötchen mit Butter und frischen Tomaten drauf.
Also musste ich – wie letzte Woche – meine Banane mümmeln, während die anderen geschlemmt haben. Natürlich sind wir ins Gespräch gekommen, warum ich “nichts“ esse. Wir haben dann festgestellt, dass (bis auf die Butter und die Tomaten) wirklich alles, was auf dem Tisch stand, verzuckert war: die Brötchen, der Lachs, alle acht Aufstriche (leicht süßlich) und sogar der Tafel-Meerrettich. Wie soll man sich denn bitte gesund ernähren, wenn es kaum etwas gibt, wo kein Zucker zugesetzt ist?
Die Lebensmittelindustrie macht es uns wirklich nicht leicht! Aber wir kämpfen weiter!! 🙂

Hunger unterwegs

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Heute hatte ich mir die Frage gestellt, was passiert, wenn ich unterwegs spontan Hunger bekomme, aber nichts zuckerfreies aufzutreiben ist.

Am Hamburger Hauptbahnhof ist es kein Problem: Dort gibt es Edeka und Rossmann, die bestimmt was passendes haben. Bei  McDonalds, Burger King, Starbucks, Nordsee, Schweinske sieht es schlecht aus.

Aber: Was tun wenn es an einem hinterwäldlichen Bahnhof nur einen Bäcker oder Kiosk gibt? Wenn sie etwas haben, dann macht es bestimmt nicht satt, oder ist absolut ekelig.

Problem: Ich müsste immer was dabei haben! Brote schmieren geht natürlich nicht immer. Manchmal ist es auch nicht geplant, länger von zu Hause weg zu sein (Zug verpasst, zufällig einen Freund getroffen, oder, oder, oder…).

ALSO, was kann ich immer dabei haben, was nicht schlecht wird, und einigermaßen den Hunger stillt ?