Archiv für den Monat April 2017

Four days in hell

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Ostern. Schokolade und Süßigkeiten überall! Wie überlebt man es bloß ohne?

Nach den letzten Tagen muss ich die Frage eher umformulieren: Wie überlebt man es mit? Denn ich bin dann diesmal doch schwach geworden und nun geht es mir so richtig schlecht. Echt – rundum!

Aber von Anfang an:

Es war wohl ein Fehler, dass ich mir dieses Jahr zugestehen wollte, im Urlaub nicht gaaanz so genau auf die Zutaten schauen zu müssen… Denn das Unterbewusstsein ist clever und trickst mich aus. Aus „nicht so genau auf die Zutaten achten“ ist plötzlich „Im Urlaub darf man doch auch mal was Süßes essen“ geworden.
Ich war über Ostern 4 Tage mit meinen Kindern in Holland. Die Hinfahrt habe ich noch gut überstanden – mit Obst, Gemüse und Tofuwürfeln. Aber als wir dann am nächsten Morgen vor Ort mit knurrenden Mägen im Supermarkt standen, habe ich den Spekulatius-Brotaufstrich entdeckt.

Gehirn: „Schon klar, ist ja Zucker drin. Aber ich hatte mir doch für den Urlaub vorgenommen, nicht so genau zu gucken und es ist ja ganz schön kompliziert, hier in der Fremde was vernünftiges zu finden… Ach, wird schon okay sein!“

Das Fazit: Ich habe in 4 Tagen zwei Gläser (!!!) von dem Zeug verdrückt (das ist ungefähr so mies wie 2 Gläser Nutella). Ich habe einfach überhaupt nicht mehr aufhören können, habe die ganze Zeit an Zucker gedacht und gehofft, dass die Kinder schnell einschlafen, damit ich heimlich naschen kann… Es hat das ganze Wochenende regiert! Zum Schluss wurde mir sogar schon schlecht davon, aber ich konnte trotzdem nicht aufhören. Und ich habe mich richtig depressiv gefühlt. Und völlig außer Kontrolle.
Und nun liege ich hier mit ner fetten Erkältung, die mein Körper ziemlich sicher hätte abwehren können, wenn ich ihn nicht so übel misshandelt hätte.

Immerhin weiß ich jetzt wieder, warum ich das ganze tue. Ich kann einfach mit Zucker nicht umgehen. Ich kann einfach nicht mehr aufhören, wenn ich mal angefangen habe.

Es gibt ja Leute, die behaupten, man soll sich nichts verbieten, weil das dann zu solchen Exzessen führt. Und ich kann es irgendwo nachvollziehen: Ich hatte die ganze Zeit im Kopf, dass ich ja ab Dienstag wieder nichts Süßes mehr essen darf – und deshalb jetzt schnell noch das Glas leer machen muss. So was hatte ich früher auch schon ganz oft, als ich versucht habe, nur die Süßigkeiten wegzulassen: Am Wochenende ist es dann meist aus dem Ruder gelaufen und ich habe Unmengen verdrückt, weil „ab Montag muss ich ja wieder brav sein – also schnell noch ne Tafel Schokolade kaufen“.

Mir zeigt das ganze: Es gibt für mich nur 2 Möglichkeiten: Entweder ganz oder gar nicht. Und gar nicht bedeutet nie. Auch nicht im Urlaub. Und das möchte ich dann jetzt doch dieses Jahr so durchziehen. Ob ich es nächstes Jahr geschafft habe, dass ich die Sucht soweit los bin, dass ich nur ab und zu Lust auf Süßes habe (und es mir dann aber auch jedes Mal erlauben darf), wird sich zeigen.

Jetzt erst mal zuckerfrei.

Wie ist das bei euch? Habt ihr schon ähnliches erlebt? Kennt ihr dieses Tricksen, das euer Gehirn mit euch veranstaltet? Würde mich sehr interessieren.

 

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