Archiv für den Monat März 2014

Zuckerfalle Krankenhaus

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Kürzlich war ich im Krankenhaus und hatte (natürlich) ein Problem damit,  an zuckerfreie Mahlzeiten zu kommen. Vorsorglich hatte ich mir ein selbstgemachtes Glas Marmelade mitgenommen. Aber, da ich eine Woche dort war, konnte ich natürlich nicht immer Marmelade essen, und zum Mittag war es auch schlichtweg sinnlos, etwas „gesundes“ (aus der Großküche) zu erwarten.

Natürlich gab es auch das ein oder andere ohne Zucker, z.B. Kartoffeln, oder Reis pur. Die Soßen waren echt ekelig und eine war mal mit richtig widerlichen Hackbällchen aus Pressfleisch. Jetzt weiß ich, warum es Krankenhaus heißt. Von dem Essen kann man nur krank werden. Ein Patient auf der Station konnte dieses widerliche Zeug irgendwann nicht mehr sehen, und ist sogar abends mal auswärts essen gegangen.

Zum Frühstück standen natürlich auch Marmelade, Nutella, Honig, etc. auf dem Buffet. Und – es gab nur Weißmehlbrötchen – vermutlich voll mit  Zucker oder Malzextrakt. Aber irgendwann musste ich ja mal was anderes als mein mitgebrachtes Knäckebrot essen. Also habe eben die Zuckerbrötchen essen müssen und siehe da – sofort ist der Heißhunger nach Süßem zurückgekehrt und so nahm das Schicksal seinen Lauf, dass ich früher oder später sogar von dem Nutella kostete – obwohl ich das ja gar nicht machen wollte!

Dieser Fall hat mir gezeigt, wie krass die Zuckerindustrie den Kunden abhängig macht, und dass man dann immer mehr von dem bösen Zeug will. Sobald wieder Zucker im Körper ist, kann man sich einfach nicht mehr zurückhalten.

Rezept: Tabbouleh

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Da ich schon lange nicht mehr in Mainz wohne, wo es einfach das beste libanesische Restaurant der Welt gibt (Absoluter Tipp: Le Cèdre du Liban, Emmeransstr. 35 – inklusive singendem Chef!), musste ich ja irgendwie lernen, selbst libanesisch zu kochen. Hier mein super-duper Tabbouleh-Rezept.
Übrigens: Falls ihr, wie ich, keine Petersilienfans seid, lasst euch nicht abschrecken! Glatte Petersilie schmeckt viel besser und mit der Minze kombiniert ist es einfach super-lecker! Die Zutaten bekommt ihr übrigens alle im türkischen Laden.

tabboulehVorbereitungszeit:
30 Minuten
Garzeit:
0 Minuten











Zutaten

250 g  feiner Bulgur
       Wasser
1 Bund glatte Petersilie
1 Bund frische Minze
4      Frühlingsszwiebeln
2      Tomaten
Saft einer 1/2 Limette (oder Zitrone)
1 EL   Olivenöl
Salz,  Pfeffer

Zubereitung

  • Den Bulgur in eine mittelgroße Schüssel geben und bis ca. 1 cm darüber mit Wasser bedecken. 10 Minuten quellen lassen.
  • Währenddessen beginnt die Fleißarbeit: Die Petersilie und Minze waschen, Blätter abzupfen und hacken. Frühlingszwiebeln  in Ringe schneiden, die Tomaten würfeln.
  • Alle Zutaten in einer großen Schüssel mischen und mit nur einer Prise Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: Wenn ihr das Tabbouleh nicht gleich am Tag des Einkaufs zubereiten könnt, halten sich die Kräuter und auch die Frühlingsszwiebeln deutlich länger, wenn ihr sie in ein feuchtes Küchenhandtuch einwickelt und dann in den Kühlschrank legt. Das mache ich mit Frühlingszwiebeln generell so.

Zuckerfreie* Süßigkeiten im Test

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* ACHTUNG: Natürlich enthalten auch diese Leckereien Zucker – wie fast alle Lebensmittel. Zuckerfrei heißt hier: Ohne zugesetzten Zucker, Honig, Stevia oder sonstige Süßstoffe.
Da sie also sehr wohl Zucker enthalten (wenn auch deutlich weniger als Mars, Snickers & Co.), sollte man diese Süßigkeiten nicht in großen Mengen verzehren, wenn man sich gesund ernähren will. Ich kaufe so was höchstens alle 2 Wochen mal. Der große Unterschied zu Schokoriegeln ist aber, dass ich danach nicht gleich noch 5 weitere essen will!!



Willkommen, liebe Leser! Heute will ich mit euch mal in die Welt der Süßigkeiten eintauchen. Wie bitte? Süßigkeiten? Ohne zugesetzten Zucker? Jawohl, die gibt’s! Und zwar gar nicht schlecht! Dass sie trotzdem süß sind, wird durch Trockenfrüchte, vor allem durch Datteln erreicht. Ich möchte euch heute drei verschiedene „Sünden“ vorstellen. Alle drei sind im Bioladen (und im Fall von jüstnüts bei uns in HH sogar bei Budni) zu finden.

Ich sollte vorher vielleicht erwähnen, dass ich grundsätzlich überhaupt kein Freund von Trockenfrüchten bin. Rosinen sind für mich der absolute Horror – es sei den sie sind im afghanischen oder indischen Essen im Reis zu finden. Daher war ich recht skeptisch, bevor ich das erste Mal in einen dieser Riegel gebissen habe. Ich wurde positiv überrascht: Datteln schmecken eigentlich gar nicht so fruchtig, sondern einfach süß. Und Rosinen sind hier weit und breit nicht zu erkennen, auch wenn sie in der Zutatenliste stehen. Lasst euch überraschen!

  1. Mein Favorit: RAW BITE

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Zuckergehalt pro 100 g: 30 bis 40 g (je nach Sorte)

Raw Bite ist eine Art Fruchtriegel und kommt aus Dänemark. Die Firma wirbt mit dem Slogan: „Fruit & Nuts … that’s it“. Und viel mehr ist tatsächlich auch nicht drin. Auf der Sorte Cashew steht unter Zutaten: Frucht 52 % (Datteln), Nüsse 48 % (Cashews). Punkt. Die anderen Sorten haben noch die ein oder andere Zutat mehr, allerdings ist nichts „verwerfliches“ dabei: Äpfel, Rosinen, Zimt, Vanille, Kakao.

Was soll ich sagen? Die Dinger sind ja so was von lecker! Eine dezente Süße, leicht fruchtig, durch die Nüsse auch mal etwas knusprig… Einfach nur toll!

Raw Bite Riegel gibt es in den Sorten Cashew, Apple Cinnamon, Raw Cacao, Spicy Lime, Coconut, Vanilla Berries und Protein. Am besten finde ich bisher Apple Cinnamon – einfach zimtig lecker! Spicy Lime ist leicht scharf. Cocoa schmeckt ein wenig schokoladig, aber nicht wirklich nach Schokolade.

Fazit: Absolut empfehlenswert! Macht nicht süchtig, stillt aber doch akuten Süßhunger!

  1. Teufelswerk und Engelsgabe

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Zuckergehalt pro 100 g: unbekannt, vermutlich hoch.

Diese kleinen Kugeln werden in Hamburg hergestellt und schmecken einfach nur nach Sünde. Daher stehen sie bei mir auch nicht auf Platz 1, denn ich hatte beim Essen einfach ein schlechtes Gewissen, weil sie so unglaublich süß und lecker waren, dass ich das Gefühl hatte, doch Raffaelo oder so etwas zu essen. Zumindest nach 2 Monaten ohne Zucker kommt es einem so vor…

Teufelswerk und Engelsgabe wird in einer kleinen Manufaktur hier in Hamburg hergestellt und ist in den Sorten Mandel, Kakao und Kaffee, Kakao und Kirsche, Kakao und Sesam, Kakao und Haselnuss sowie Kakao, Minze und Kokos erhältlich. Auch hier gilt: Hauptbestandteil sind Datteln, dazu kommen ähnliche natürliche Zutaten wie bei Raw Bite, und hier und da etwas hochwertiges Öl.

Nur der Preis ist etwas abschreckend: Für meine Testpackung habe ich heute 3,70 € gezahlt!

Fazit: Ultra-lecker, sollte aber schon allein aus finanziellen Gründen nur ausnahmsweise gegessen werden.

  1. jüstnüts

2014-03-04 12.37.34 (Andere)

Zuckergehalt pro 100 g: 36,1 bis 43,5 g (je nach Sorte)

Wieder ins Ausland: Jüstnüts kommt aus den Niederlanden und ist ähnlich wie Raw Bite, nur etwas kleiner: Die Fruchtriegel wiegen 35 g und kommen aus Fairtrade-Anbau. Es gibt die Sorten Apple & Cinnamon, Coconut und Cranberry. Die Basis ist wieder Dattel, man findet hier aber auch eher mal ein etwas größeres Stück Trockenfrucht wieder.

Während ich den Preis von 1,29 € im Vergleich zu den anderen vorgestellten Süßigkeiten ganz erschwinglich finde, bin ich geschmacklich noch nicht so ganz überzeugt. Der Riegel ist weniger süß als die beiden anderen, obwohl tendenziell ganz schön viel Zucker drin ist (schon fast so viel wie in einem Snickers). Apfel-Zimt hat irgendwie nach Seife geschmeckt. Kokosnuss war da schon besser, aber Raw Bite schmeckt trotzdem irgendwie leckerer. Cranberry habe ich noch nicht probiert. Ist irgendwo im Schrank verschollen. 😉

Fazit: Preisgünstigste, aber nicht so richtig überzeugende Alternative.

Rezept: Linsenaufstrich mit Mango

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So, geschafft! Endlich habe ich einen Aufstrich gefunden, der wirklich schmeckt. Ich muss mich sehr zurückhalten, ihn nich mit dem Löffel zu essen! Mjam!!! 🙂 Man sollte eben doch nicht so viel in Kochbüchern suchen, sondern eher selbst kreieren, dann schmeckt’s auch!

aufstrich curry mango

Vorbereitungszeit:
5 Minuten
Garzeit:
15 Minuten



















Zutaten

1       Zwiebel
2 TL    Olivenöl
1/2 TL  schwarze Senfkörner
1/2 TL  Kurkuma
1/2 TL  Koriander
150g    rote Linsen (halbierte aus dem Asia-Shop)
300 ml  Gemüsebrühe
1 reife Mango
        Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • Die Zwiebel würfeln.
  • Das Öl und die Senfkörner in einen beschichteten Topf geben. Mit Deckel auf mittlerer Hitze erhitzen, bis die Senfkörner anfangen zu platzen (wie Popcorn).
  • Dann die Zwiebel dazugeben und glasig dünsten.
  • Die Gewürze dazu geben und ca. eine Minute mit anbraten. Dann die Linsen in den Topf geben und unter rühren ca. 2-3 Minuten rösten.
  • Mit der Gemüsebrühe angießen, aufkochen und ca. 10 Minuten kochen lassen. Dann Herd ausschalten und noch einmal 5 Minuten nachquellen lassen.
  • Währenddessen die Mango schälen und in Würfel schneiden. Zu den Linsen geben und alles Pürieren.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Alternativ zu Senfkörnern, Kurkuma und Koriander könnt ihr auch einfach mildes Currypulver nehmen. Das wird dann nach der Zwiebel kurz angebraten. Schmeckt natürlich leicht anders. Tendenziell bin ich nicht für Curry, da das immer gleich schmeckt. Lieber die Gewürze einzeln kaufen und immer anders kombinieren!

Rezept: Porridge – Leckerer Frühstücks-Haferbrei, Blitzrezept

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Mal wieder zurück zu meinen amerikanischen Wurzeln. Die Amerikaner lieben ihren Haferbrei (auch als oatmeal bekannt) zum Frühstück. Dort bekommt man ihn fertig gesüßt und gewürzt und mit einer unglaublich langen Zutatenliste versehen in kleinen Tütchen, die man mit Wasser aufgießt und in die Mikrowelle schiebt. Aber wie ihr gleich sehen werdet, geht das alles auch ohne Zucker und Chemie.

Porridge

porridge

Vorbereitungszeit:
3 Minuten
Garzeit:
1,5 Minuten







Zutaten

Porridge Grundrezept

3-4 EL   zartschmelzende Haferflocken
etwas    Hafermilch oder Sojamilch

Zum Aufleckern wahlweise:

Bananenscheiben
Beeren
Gehackte Nüsse
Rosinen
Zimt
Vanille (aus der Vanillemühle)
Leinsamen
Sonnenblumenkerne

Zubereitung

  • Haferflocken in eine mikrowellengeeignete Schüssel geben. So viel Milch darübergeben, dass die Haferflocken gut bedeckt sind.
  • An dieser Stelle kann man schon die Bananen, gefrorene Himbeeren oder Zimt dazugeben. Es geht aber auch genauso gut zum Schluss.
  • Ab in die Mikrowelle für ca. 1 ½ Minuten.
  • Frisches Obst, Nüsse oder was ihr wollt obendrauf. Fertig!
  • Wenn ihr keine Mikrowelle habt, könnt ihr euer Porridge auch im Topf kurz aufkochen. Geht auch sehr schnell!

Arme Sau! Ein Exkurs.

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Erst einmal ein Warnung: Das Thema heute ist hart. Sehr hart. Mir kommen dabei Tränen. Wer also eher zartbesaitet ist, sollte sich noch einmal überlegen, ob er/sie diesen Blogeintrag lesen will.

Hallo liebe Leser.

Ja, ich weiß, eigentlich ist das ein Blog zum Thema Zucker und zuckerfreies Leben, aber ich möchte heute etwas mit euch teilen, das mich zur Zeit ziemlich beschäftigt. Wie ihr ja vielleicht wisst, haben Mark und ich letztes Jahr beschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Das hat eigentlich keine gesundheitlichen Gründe (obwohl ich inzwischen erfahren habe, dass es viele Ärzte und Wissenschaftler gibt, die die Meinung vertreten, dass eine vegane Ernährung die beste Vorbeugung gegen Krebs ist – genau wie eine zuckerfreie Ernährungsweise). Ich habe eigentlich auch nicht wirklich ein Problem damit, ein Tier zu essen. Die meisten Tiere essen andere Tiere – so auch wir. Aber im Gegensatz zum Menschen, quälen die anderen Tiere ihre Nahrung nicht vom Beginn ihres Lebens bis zum letzten Atemzug.

Zur Einstimmung in das Thema stellt euch bitte folgenden Horrorfilm von Ridley Scott (oder so) vor:

Das Jahr ist 2060. Aliens haben die Erde übernommen. Menschenfressende Aliens. Sie sind hier geblieben, um die Menschen zwecks Fleischgewinnung zu züchten und zu mästen. Die Menschen leben unter unvorstellbaren Bedingungen: Mütter kennen diese Menschen nicht. Sie wurden von Anfang an mit einem Schlauch, der ihnen in die Kehle gesteckt wird, zwangsernährt. Nach Jahren der Überzüchtung haben die Aliens die Menschen nun soweit gebracht, dass sie in nur 3 Jahren auf satte 60 kg kommen. Leider kann der Knochenbau mit diesem rasanten Wachstum nicht wirklich mithalten, so dass die Menschen sich kaum auf den Beinen halten können und eigentlich eher hilflos in der Ecke rum liegen. Sie sind aber mit 200 anderen Menschen in einen winzig kleinen Raum gepfercht, so dass sie sich aus Platzmangel nicht wirklich hinlegen können. Toiletten gibt es nicht – es stinkt überall nach Urin und Kot. Damit keine Seuchen ausbrechen, wird das Wasser, das diese armen Teufel trinken, periodisch mit Antibiotika versetzt. Das hat auch den Vorteil, dass die Menschen noch schneller wachsen. Zum Glück ist aber nach 36 Monaten die Erlösung in Sicht: Ohne ein Wort zu sagen, treiben die Aliens sie einzeln in kleine Käfige, wo ihnen der Kopf fixiert wird, damit man sie dann mit einem Bolzenschussgerät töten kann. Das sind die Glücklichen – sofern der Schuss nicht beim ersten Mal leicht daneben geht. Andere werden lebend mit den Füßen nach unten an eine Fließbandvorrichtung gehängt und an einem scharfen Messer vorbeigefahren, das ihnen den Hals aufschneidet. Dann zieht man ihnen, während sie noch ausbluten und eventuell noch am Leben sind, die Haut ab, schneidet Hände und Füße ab und wirft sie in einen Mülleimer. Die Allerunglücklichsten allerdings bekommen den Bauch aufgeschnitten  und zwar bei lebendigem Leib und ohne Betäubung. Das letzte, was diese Menschen sehen, ist wie die Aliens ihnen die Eingeweide entnehmen. Dann werden sie zu den anderen Kadavern auf einen Stapel geworfen, wo sie dann liegen bleiben, bis sie zu leckeren Manburgern weiterverarbeitet werden.

Die Aliens freuen sich: Je schneller die Menschen „erwachsen“ werden, je mehr von ihnen man in einem Stall zusammen „großzieht“, desto billiger wird das Fleisch. Hey! Heute wieder Super-Sonderangebot im Discounter! Menschenkeule für nur € 3,50 das Kilo! (Nanu? Haben die etwa unsere Währung übernommen??)

Wenn man sich diesen Film auch nur vorstellt, kommt einem das kalte Grausen. Es ist einfach nur schrecklich. (Ich merke gerade, dass es überhaupt keine Wörter gibt, um so etwas Entsetzliches zu beschreiben!) Fakt ist: Ich habe kein einziges Wort aus meinem „Film“ erfunden. Ich habe nur die Tiere durch Menschen und die Menschen durch Aliens ersetzt. Genau so, wie ich es beschrieben habe, leben und sterben Millionen von Tieren in Deutschland, damit wir sie später günstig kaufen und dann essen können.

Ich lese gerade das Buch „Kein Fleisch macht glücklich“ von Andreas Grabolle. Gestern Abend habe ich mit angewiderter Miene das Kapitel über die Schweinemast gelesen und wollte es einfach überhaupt gar nicht glauben. Es ist für mich kaum fassbar, was wir diesen Tieren antun.

Zuerst muss man wissen, dass Schweine sehr intelligente und auch sehr reinliche Tiere sind. Ihre Intelligenz (und auch ihr Geruchssinn) entsprechen (oder übertreffen) ungefähr der eines Hundes. Schweine richten sich, wenn man sie lässt, ihren Wohn-, Schlaf- und Toilettenbereich getrennt ein. In einem Schweinemastbetrieb ist das leider nicht möglich. Im Durchschnitt leben die Tiere hier auf einer Fläche von 75 cm x 75 cm (für ein Tier von bis zu 100 kg!) auf einem harten Boden, der mit Rillen versehen ist, in denen der Urin ablaufen soll. Das heißt, sie stehen den ganzen Tag genau dort, wo sie auch schlafen und ihr Geschäft verrichten. Dabei kommt es vor, dass sie den anderen Schweinen ins Gesicht urinieren – weil sie so eng zusammen stehen. Der Geruch, der dabei entsteht, ist für uns Menschen kaum zu ertragen. Jetzt stelle man sich einmal vor, wie er für die Schweine sein muss, die eine viel, viel bessere Nase haben als wir!

In den Rillen, auf denen die Schweine stehen, verfangen sich häufig ihre Füße, so dass sie sich oft und leicht verletzen. Außerdem gibt es aus Mangel an Einstreu nichts für die Tiere zu tun. Sie langweilen sich buchstäblich zu Tode – und werden dann aggressiv und nehmen sogar kannibalistische Züge an. Aber dagegen gibt es ja zum Glück Beruhigungsmittel und andere Medikamente! Und überhaupt: Die Schweine sollen sich gar nicht groß bewegen, weil sie dann schneller dick werden.

So sieht also das Leben der Schweine aus (nachdem sie ca. 4 Wochen bei ihren Müttern in einer engen Kiste bleiben durften). Und das Lebensende ist auch nicht besser: Die meisten Schweine werden heute mit CO2 betäubt, bevor man ihnen die Kehle durchschneidet. Hört sich human an. Allerdings ist es erwiesen, dass sie dabei durchaus leiden und das Gefühl haben, zu ersticken. Nach der Tötung kommen die Tiere in ein Brühbad, in dem die Borsten von der Haut gebrannt werden. Leider kommt es bei ca. 1 % der Schweine vor, dass sie nicht genug betäubt waren und vor dem „Stechen“ wieder aufwachen, bzw. dass beim Stechen nicht sauber gearbeitet wurde oder gar ein Tier komplett vergessen wurde. Diese Tiere sind dann wach und bei Bewusstsein, wenn sie per Fließband in das Brühbad gefahren werden und nehmen dann dort (nachweislich) ihren letzten Atemzug. Und bei der unglaublichen Anzahl an Schweinen, die jeden Tag geschlachtet werden, bedeutet 1 %, dass über eine halbe Million Tiere pro Jahr dieses grausige Schicksal ereilt!

So leben und sterben die Schweine, die die Deutschen jeden Tag in sich hineinstopfen. Und man glaube bitte nicht, dass es den anderen Tieren besser geht – oder dass Biofleisch wirklich besser ist. In der Biohaltung haben zum Beispiel Masthennen zwar doppelt so viel Platz wie ihre Artgenossen in herkömmlicher Haltung, aber das bedeutet trotzdem noch lange nicht, dass sie ein gutes Leben genießen: Auf einem Quadratmeter Fläche (das ist die Größe unseres Wohnzimmertisches) leben in der Biohaltung 10-12 Hühner! Ich würde sagen, dass ein Quadratmeter schon für ein einziges Tier nicht wirklich viel ist. Aber bei 12 können sie sich doch kaum noch bewegen! Und das ist BIO! Normale Masthennen teilen sich ihren Quadratmeter mit 19-25 anderen Artgenossen!!! Und nach 8 Wochen werden sie lebend kopfüber in eine Fließbandvorrichtung gehängt und an einem rotierenden Messer vorbeigefahren, das ihnen die Kehle durchschneidet.

Ach ja, und das mit dem Bauch aufschlitzen, das waren natürlich die Fische.

Na dann guten Appetit! Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass ich nie wieder ein Tier essen werde. Fragt sich bloß noch, ob man es noch verantworten kann, Milchprodukte zu verzehren… Die glückliche Milchkuh wird nämlich spätestens nach 5 Jahren auch geschlachtet, bevor sie so alt ist, dass das Fleisch nicht mehr genießbar ist. Altersheime für Milchkühe: Fehlanzeige!

Das ist alles ganz schön harter Tobak. Wer noch nicht überzeugt ist, kann sich gerne noch dieses Video anschauen, in dem gezeigt wird, wie die industrielle Schlachtung einer Kuh abläuft. Aber Achtung: Mir sind die Bilder den Rest der Woche nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Ich hätte am liebsten gekotzt. Und ich habe dabei die ganze Zeit meinen Ridley Scott-Film vor Augen.

Reiner Soja-Joghurt mit natürlichem Zucker versetzt?

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Nachdem ich, bedingt durch eine Laktoseintoleranz, nur noch laktosefreien Joghurt etc. gekauft habe, probiere ich nun Soja-Joghurt aus dem Bioladen aus. Er ist zwar teurer, aber das ist es mir Wert. Und wenn ein Produkt teuerer ist, geht man ja meistens auch sparsamer damit um. Das hat den Vorteil, dass ich nicht mehr ein Becher Joghurt am Tag esse, wie vor kurzem noch.

Ich habe die verschiedenen Soja-Produkte genauer unter die Lupe genommen: alle Joghurts, die Früchte enthalten, haben auch Zucker mit auf der Zutatenliste. Warum denn bloß in aller Welt? Wenn wir einfach nur frisches Obst kochen und pürieren, ist das vollkommen ausreichend!
Nun habe ich mir also, nichts ahnend, ein paar Becher Soja-Joghurt (natur) von Provamel gekauft, und gehe davon aus, dass er kein Zucker beinhaltet. Dann zu Hause gucke ich auf die Nährwerttabelle und finde unter den Zutaten einen Sirup. Nach Wasser und Sojabohne steht an dritter Stelle Tapiokasirup, also Zucker !

Für mich geht die Sucherei jetzt weiter, nach einem veganen Joghurt, dem kein Zucker/Sirup zugesetzt wurde.

Alles so süß!

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Es ist endlich passiert! Ich habe gemerkt, wie sich mein Geschmack umstellt!! Gestern abend habe ich einen Salat mit riesigen Zwiebelstücken gegessen – und ich hätte am liebsten noch 2 Zwiebeln mehr rein gepackt! Die waren ja sooo süß!!! Und mir ist auch aufgefallen, warum ich so viele Nüsse esse (bevorzugt zum Nachtisch): Jawohl, die schmecken nämlich auch süß! Das hätte mir vor 2 Monaten mal jemand sagen sollen – ich hätt’s nie im Leben geglaubt!

Und wie höre ich jetzt wieder auf damit, so viele Nüsse zu futtern? So langsam habe ich nämlich doch den Verdacht, dass ich wieder zunehme… Hmmmmm…