Leben ohne Zucker – Tag 1

Standard

Juhu! Jetzt ist das neue Jahr endlich da! Erst einmal:

Frohes neues Jahr! 

…an alle, die das vielleicht lesen! 🙂

Und außerdem: Juhu! Jetzt ist das Jahr ohne Zucker endlich da!

Ernsthaft? Juhu? Kann man sich tatsächlich darüber freuen, dass man sich die nächsten Wochen ja doch irgendwie quält und unterwegs kaum noch was zu essen kriegt? Wir beide freuen uns tatsächlich! Vielleicht wird es erst einmal eine Qual für die Seele – zumindest am Anfang – aber ich habe in den letzten Wochen meinen Körper dermaßen gequält (mit Schokolade und Schokolade und Schokolade…) dass meine Seele extrem mitgelitten hat und es eigentlich kaum schlimmer kommen kann. Ich habe diesen Tag wirklich herbeigesehnt.

Wie war er also bisher, der erste Tag?

Frühstück: Obst, Müsli, Joghurt – mein Standardfrühstück seit mindestens einem halben Jahr. Nur: Bisher war es immer mit Stevia gesüßt! Und es sollte doch möglichst Knuspermüsli sein – böse Zuckerfalle! Meine neue, selbstgemachte Müslimischung enthält Mehrkornflocken, ein paar Körner, zuckerfreie Cornflakes aus dem Bioladen und Nüsse.
Fazit: Die ersten Bissen waren etwas fade, aber nach der Hälfte der Schüssel hatte ich mich schon an den fehlenden Süßstoff gewöhnt und fand Banane und Apfel süß genug. Nur die Cornflakes sind etwas labberig. Ich werde wohl diese Woche irgendwann das zuckerfreie Knuspermüsli-Rezept ausprobieren. Je crunch, desto besser. 😉

Mittagessen: Im Westen nichts neues. Lecker Gemüse-Getreide-Auflauf – da kam noch nie Zucker rein. Falls es irgendwen interessieren sollte, habe ich heute eine praktische Entdeckung gemacht: Wenn man den Auflauf mit rohem Gemüse macht und das ganze eine Stunde lang in den Ofen stellt, kann man tatsächlich ungekochte Linsen mit rein geben. Die sind dann hinterher weich! (Ich habe Belugalinsen genommen – die sind ziemlich klein – und extra Wasser mit rein gegeben.) Zum Nachtisch eine Nashi-Birne. Lecker!
Fazit: Mittagessen kein Problem. Das Problem kommt hinterher! Da wäre dann so was Süßes dran gewesen – wenigstens ein Joghurt. Musste ich mir dann schon verkneifen.

Nachmittag: Hier kommt im Allgemeinen der Schoki-Hunger extrem durch. Ich habe mich mit Obst und ein paar Erdmandeln über Wasser gehalten. Die sind super gesund und leicht süßlich (gibt’s im Bioladen/Reformhaus). Man muss allerdings gute Zähne haben!

Abendessen: Salat, selbstgebackenes Brot, Käse. Davor hatte ich mich ein bisschen gefürchtet. Ein ordentliches Salatdressing braucht für mich einen Schuss Zucker oder Honig – oder wenigstens Stevia. Ich bin eigentlich für meine fantastischen Salatdressings bekannt. Aber ohne Süß? Allenfalls bei einem griechischen Bauernsalat  (mit lecker Feta). Um mich ein wenig zu verwöhnen, habe ich ne halbe Packung Champignons und eine große Zwiebel schön braun gebraten und über den Salat gegeben. Außerdem hatte das Dressing einen Schuss Ananans-Saft (dafür weniger Öl).
Fazit: Nicht mal halb so schlimm, wie ich gedacht habe! Ich mag das süße Dressing ganz klar lieber, aber ohne Zucker schmeckt’s wenigstens passabel bis ganz gut. Und die süßen Zwiebeln haben geholfen!  Umgewöhnung geht natürlich nicht am ersten Tag.

Insgesamt kann ich mich nicht beschweren. Alles war auch ungesüßt essbar und die Munchies haben sich in Grenzen gehalten. Allerdings ist erfahrungsgemäß der dritte Tag der schlimmste (zumindest ohne Schoki)! Warten wir es also ab!

Den Abend haben wir bisher übrigens damit verbracht, zwei Laibe Brot zu backen (einer wird 10 Minuten vorher raus genommen und eingefroren. Geheimtipp!) und einen zuckerfreien Apfel-Zwiebel Aufstrich zu machen.

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