Frühjahrsputz im Küchenschrank (oder eher Jahresendputz)

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So langsam wird mir  bewusst, was das alles bedeutet, keinen Zucker mehr zu essen:

Restaurants kann man wohl vergessen. Pizza? Fehlanzeige! Weihnachtsgebäck gibt’s auch keins. Und wie soll der Kindergeburtstag laufen? Sollen wir da vielleicht eine Ausnahme machen? Was werden denn die armen Geburtstagsgäste sagen, wenn es da nur „gesunden“ Kuchen gibt? Oder eben doch ein Geburtstag mit selbstgemachter Minipizza? Und ohne Gummibärchen?

Wir werden auf jeden Fall eine Menge im Bioladen kaufen müssen, weil es anderswo eben keinen Ketchup ohne Zucker gibt!

Inzwischen räumen wir so langsam die Küchenschränke aus und um. Da stehen noch gefühlte 200 Gläser selbstgemachte Marmelade, 3 Gläser Pesto,  süßer Senf und meine heißgeliebte Korma-Paste in Massen. Und dann natürlich noch riesige Berge an Süßigkeiten. Schwiegermutter hat zu Nikolaus das größte Paket aller Zeiten geschickt – bis oben voll mit Schokolade! Ich frage mich wie die sich das vorstellt! Wer soll das bitte alles essen??? Selbst wenn unsere Kinder jeden Tag ein Stück davon haben dürfen (was ich eigentlich zu viel finde, aber man kann auch so schwer nein sagen), bräuchten sie ein halbes Jahr oder länger, um das alles zu essen. Aber an Ostern kommt ja dann wieder das nächste Paket. Und zu jedem Geburtstag. Und dann gibt’s ja neuerdings leider auch noch Halloween in Deutschland (obwohl niemand außer der Zuckerindustrie eine Ahnung hat, was dieses Fest hierzulande überhaupt zu suchen hat…). Tja, bisher waren es dann meistens Mama und Papa, die das alles aufgefuttert haben. Heimlich. Wenn die Kinder im Bett waren. Ich kann ja auch nicht einfach die Ohren davor verschließen, wenn da die himmlischsten Leckereien von Ferrero in der Abstellkammer nach mir rufen.  Das ist ja eben gerade mein Problem! Auf jeden Fall haben wir bestimmt die Hälfte des Paketinhalts neulich zum Brunch bei Freunden mitgenommen und heimlich auf dem Tisch verteilt – zur Freude der anwesenden Kinder.

Jetzt stehen hier lauter Lebensmittel, die wir bis zum 1.1. nie im Leben essen können und warten darauf, dass sich Freunde und Nachbarn erbarmen und sie bei der nächsten Gelegenheit mitnehmen. Na dann, Prost Neujahr!

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