Archiv für den Monat Dezember 2013

Aktion: Entgiftung der Küche – Erschreckende Bilanz!

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Morgen soll es losgehen! Heute haben wir daher alle Küchenschränke, den Kühlschrank und die Abstellkammer ausgeräumt und rigoros alles rausgeholt, was Zucker oder Süßstoffe beinhaltet. Das erschreckende Ergebnis seht Ihr hier:

Ein ganzer Tisch voller Gift (d.h. Zucker).Wenn ich mir das so anschaue, wird mir übel!

Das seltsame dabei ist, dass ich mir relativ sicher war, dass wir nicht allzu viel Zucker im Haus haben. Fertiggerichte sind bei uns seit vielen Jahren eine große Ausnahme und ich koche immer aus frischen Zutaten. Aber es kommt trotzdem ein ganzer Tisch voller zuckerhaltiger Lebensmittel zusammen. Unglaublich! Was mich wirklich erstaunt hat: Die dunkle Sojasauce, die Kidneybohnen (eins der wenigen Lebensmittel, die ich aus Zeitgründen öfter mal aus der Dose genommen habe), der Meerrettich und sogar die Rama Cremefine haben Zucker drin!!! Was haben wir uns da die ganze Zeit unwissentlich angetan?

Zu unserer Verteidigung muss ich aber auch dazu sagen, dass einige von diesen Dingen seit Jahren im Schrank standen und nie benutzt wurden.  Beispiel: Kartoffelknödel im Kochbeutel – abgelaufen Januar 2011; Tütensuppe von Maggi – abgelaufen 2010; Puddingpulver – abgelaufen 2009! Und es stehen da noch 11 Gläser selbstgemachte Marmelade.

Es ist auf jeden Fall ein irre gutes Gefühl zu wissen, dass alles, was jetzt noch in der Küche steht (die Abstellkammer brauchen wir kaum noch) bedenkenlos gegessen werden kann. Komischerweise: Wenn es keinen Zucker hat, hat es anscheinend auch keine anderen ungesunden Zutaten. Sehr seltsam! Eine Verschwörung? 😉

Der Countdown läuft

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Noch 2 Tage bis wir uns für ein Jahr vom Zucker verabschieden wollen. Vorerst sogar von allem Süßen. Ob wir früher oder später alternative Süßungsmittel zulassen wollen, haben wir noch nicht entschieden, ich will aber auf jeden Fall die ersten 4 Monate komplett darauf verzichten, damit sich der Geschmackssinn umstellen kann und ich auch einfach mal weiß, wie das so ist.

Für den Silvestertag haben wir eine gemeinschaftliche Familienaktion geplant: Zusammen Schränke und Kühlschrank ausräumen und alles rigoros wegwerfen, was noch Zucker drin hat (und dabei endlich auch mal die Schränke auswischen und den Kühlschrank abtauen). Die Kinder finden das total spannend. Mark hat ihnen vorhin davon erzählt und sie haben ganz aufgeregt durcheinander gerufen, was wir dann alles machen: „…und Brot können wir behalten! Und Banane auch!“ Sieht so aus, als ob wir doch noch was Süßes im Haus haben werden, auch wenn das Zuckerzeug weg ist! 😉

Doch schon früher anfangen?

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In den letzten Tagen habe ich wieder so viel Schokolade gegessen, dass mir zwar nicht schlecht davon geworden ist, ich aber gedacht habe, es muss echt aufhören – und zwar sofort. Am besten soll jetzt schon alles „Böse“ weg sein.

Es sind nur noch ein paar Tage, aber vorher will ich alles (Verbotene) noch einmal gegessen haben. Also sündigen, was das Zeug hält. Die Sucht ist  jetzt so groß geworden, dass ich nervös durch die Gegend laufe, nur um etwas Süßes zu finden.  Da sieht man einmal, wie schnell man in einen Teufelskreis gerät. Zum Glück habe ich beim Einkaufen keine Schwierigkeiten gehabt, am Süßigkeitenregal vorbei zu gehen. Positiv fällt mir auf, dass ich schon einen gewissen Blick entwickele und schaue: Was kommt auf jeden Fall nicht in den Einkaufswagen.

Heute habe ich recht viel Obst eingekauft, und gedacht: Wenn genug da ist von dem, was ich anstelle von einem Nutella-Brot oder einer Tafel Schokolade essen kann, dann nehme ich einfach dies. Das Angebot regelt ja bekanntlich die Nachfrage. Wenn Zucker im Haus ist, wird er auch konsumiert. Wenn kein Zucker vorhanden ist, kommt man auch eher weniger auf die Idee, etwas mit Zucker zu essen. Soweit die Theorie!

Mein (un)freiwilliger Selbstversuch

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Weihnachten geht zu Ende, noch 5 Tage, bis wir für ein Jahr komplett auf Zucker verzichten wollen. Und im Haus sind mehr Süßigkeiten als je zuvor (alles Geschenke!). Was also macht der Zucker-Junkie?

Okay, stellen wir uns mal folgende Situation vor: Ein Heroin-Junkie sagt sich: Ich hab die Schnauze voll, ich werde jetzt endlich clean. Keine Drogen mehr! Ab morgen wird alles anders! Soweit, so gut. Nun hat besagter Junkie aber leider noch Heroin zur Hand – und zwar nicht zu knapp! Was also macht unser Drogensüchtiger? Wirft er das Zeug ins Klo? Schenkt er es seinem besten Junkie-Freund? Verkauft er es?
Alles durchaus mögliche Szenarien. Allerdings ist das wahrscheinlichste wohl eher das hier: Junkie wird sich sagen: Okay, ab morgen also! Aber jetzt brauch ich erst nochmal ne Ladung! Ein letztes Mal noch!

Zurück zu weniger verpönten und durchaus legalen Drogen: Was macht jetzt der Zucker-Junkie mit der vielen Schokolade? Na? Kann es jemand erraten? Klar! Natürlich essen! War doch nicht so schwer! Was weg ist, kann mich nicht mehr in Versuchung führen! Also muss es vernichtet werden. Und zwar auf die angenehmste Weise.

Wobei ich mir bei dem „angenehm“ jetzt nicht mehr so sicher bin. Habe ich jemals schon einmal so viel Zucker auf einmal zu mir genommen? Ich glaube kaum. Dann wollen wir mal schauen, welche Folgen dieser unfreiwillige (oder doch eher freiwillige – wer zwingt mich denn???) Selbstversuch bisher hatte:

  • Übelkeit (des öfteren die letzten paar Tage)
  • heute morgen extreme Magenkrämpfe
  • auf die Wage traue ich mich nicht mehr
  • triste Stimmung, um es gelinde zu sagen
  • schlechtes Gewissen hoch zehn!

Und seit heute morgen habe ich außerdem richtig böse Schmerzen in der linken Schulter, so dass ich meinen Kopf kaum noch drehen kann. Auch eine Folge des Zuckerkonsums? Na ja, wir wollen mal nicht übertreiben! 😉

P.S.: Okay, ich geb’s zu, ich hab ein Mal zu oft Trainspotting gesehen und als Teenager Wir Kinder vom Bahnhof Zoo gelesen…

Hallo Kollege!

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So! Da steht jetzt die gesamte Seite, hier und da fehlen noch ein paar Infos, aber im Prinzip ist alles so, wie wir uns das vorgestellt haben. Und da hab ich jetzt doch endlich mal die Zeit gefunden, mir mal die Seite eines Mitstreiters genauer anzuschauen: 365tagezuckerfrei: das experiment. Ein Arzt aus Österreich, der – man glaubt es nicht – ein Jahr lang ohne Zucker leben will! Ich wusste zwar, dass diese Seite existiert, weil wir, bevor wir diesen Blog gestartet haben, erst mal nachgeschaut haben, ob’s das eventuell schon gibt. Und es gab. Aber ich habe nie die Zeit gefunden, es mir genauer anzuschauen.

Heute stelle ich dann also fest: Irgendwie haben wir so ziemlich die gleichen Ideen gehabt, vom Einkaufsführer (dort: Watchlist) bis hin zu den einleitenden Worten: „Zu viel Zucker ist schlecht für den Körper“ (dort: „Zucker ist ungesund“). Schon witzig! Dabei haben wir wirklich nicht bei ihm abgekupfert. Unsere Inspiration für diese Seite war eine ganz andere: 100 Days of Real Food ist die Seite einer amerikanischen Familie, die 100 Tage lang ohne „processed food“ – also industriell verarbeitete Lebensmittel –  gelebt hat. Wer schon einmal länger in den USA war, weiß, dass das dort (hui! Alliteration! 😉 ) wirklich kein einfaches Unterfangen ist. Die Seite hat mittlerweile weit über eine Million likes und ist wirklich einen virtuellen Ausflug wert. Ganz viele tolle Geschichten, Buchtipps und Rezepte – leider zwar gesund und vollwertig, Süßes enthält aber meist Honig o.ä.

Anyhow, Gruß an unseren Kollegen in Österreich!

Weihnachten im Zuckerrausch

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Frohe Weihnachten allerseits! 🙂

Tja, man hätte es vielleicht doch schon mehr kundtun sollen, dass man keinen Zucker mehr essen will. Es sind noch nicht alle Süßigkeiten von Omas Nikolauspaket vernichtet oder verschenkt, da ist dann also Weihnachten. Mein Bruder, der sonst noch nie was Süßes geschickt hat, hat uns ein „Happy Bithday-Pack“ Toffifee geschickt. So eine monströse Packung habe ich überhaupt noch nie gesehen! Es sind gleich vier (!) von den normalen 15er-Packungen drin! Normalerweise hätte ich mich irrsinnig darüber gefreut. Leeeeecker! Jetzt frage ich mich nur, wie wir die in den nächsten 7 Tagen leer kriegen sollen – ICH KANN DIE DOCH NICHT NICHT ESSEN!!! (Okay, die erste Packung ist heute Abend draufgegangen – mir wird schon wieder übel). Dann kamen mit der Post noch 2 Tafeln Schokolade und von meiner Oma ne Packung Kekse, und dann hat Mark, der seinen Arbeitsplatz wechselt, zum Abschied gleich 2 Packungen Pralinen geschenkt bekommen!

Ich glaube, wir hatten noch NIE so viel Schokolade und Süßigkeiten im Haus wie ausgerechnet jetzt, wo wir sie in genau 7 Tagen alle los sein müssen! Ist das jetzt einfach Murphy’s Gesetz oder soll das eine Willensprobe sein? Wenn ja, dann habe ich bisher kläglich versagt. Ich kann nur sagen: Ich freue mich auf den 1.1.!!!

Wie blöd, denken die, bin ich?

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Eben beim erneuten Schrankdurchwühlen finde ich ganz oben in der letzten Ecke, da, wo man sowieso ohne Stuhl nicht dran kommt, eine große Schachtel mit Traubenzucker. So in Pulverform. Oben steht ganz groß drüber: „Das gesunde Plus“ und unten steht: „mit 10 Vitaminen„.

Da soll dem Verbraucher also mal wieder vorgegaukelt werden, das, was er da kauft, sei gesund. Klar. Traubenzucker kommt ja bestimmt von Trauben oder so, ist also gesunder Fruchtzucker, stimmts? Alles natürlich, stimmts?

Und Zuckerrüben? Sind die etwa nicht natürlich? Und Zuckerrohr? Ist das eine chemische Pflanze oder wie? Klar ist der Zucker in der Pflanze natürlich, und wenn man Zuckerrohr so verputzt (bzw. ausnuckelt), ist er nicht wirklich ungesund (siehe Sugar – The Bitter Truth). Aber sobald man den Zucker da raus holt und löffelweise isst, tut man dem Körper wirklich nichts gutes mehr – 10 zugesetzte Vitamine hin oder her.

Aber trotzdem darf Zucker pur ohne Probleme unter dem Markennamen „Das gesunde Plus“ laufen. Für wie blöd halten die mich denn? Da fall ich doch nicht drauf rein!

Aber Moment mal! Wie kommt das Zeug überhaupt in unseren Küchenschrank??? Irgendwer muss das doch mal gekauft haben… Sollten das etwa wir gewesen sein? Sind wir doch darauf reingefallen???

Also wenn, dann ist es mindestens 10 Jahre her… Oh! Ist auch schon seit über 5 Jahren abgelaufen! Na, das ist doch wenigstens ein Trost. Wir waren eben auch mal dumm. 😉

Hunger unterwegs

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Heute hatte ich mir die Frage gestellt, was passiert, wenn ich unterwegs spontan Hunger bekomme, aber nichts zuckerfreies aufzutreiben ist.

Am Hamburger Hauptbahnhof ist es kein Problem: Dort gibt es Edeka und Rossmann, die bestimmt was passendes haben. Bei  McDonalds, Burger King, Starbucks, Nordsee, Schweinske sieht es schlecht aus.

Aber: Was tun wenn es an einem hinterwäldlichen Bahnhof nur einen Bäcker oder Kiosk gibt? Wenn sie etwas haben, dann macht es bestimmt nicht satt, oder ist absolut ekelig.

Problem: Ich müsste immer was dabei haben! Brote schmieren geht natürlich nicht immer. Manchmal ist es auch nicht geplant, länger von zu Hause weg zu sein (Zug verpasst, zufällig einen Freund getroffen, oder, oder, oder…).

ALSO, was kann ich immer dabei haben, was nicht schlecht wird, und einigermaßen den Hunger stillt ?

Teufel Schokolade

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Schokolade hat schon einen komischen Effekt auf mich. Jetzt habe ich fast 2 Wochen keine Süßigkeiten gegessen und sie auch wenig vermisst. Ich hatte einfach jetzt schon ein schlechtes Gewissen dabei, Zucker zu essen, während ich langsam die Schränke von demnächst verbotenen Lebensmitteln befreie und im Supermarkt schon ganz genau auf alle Zutatenlisten schaue. Ich war schon fast drin.
Aber gestern war Weihnachtsfeier bei meiner Firma. Lecker Kekse und Schoki wo man nur hinschaute. Und ich dachte mir: ‚Hey, NOCH darfst du ja! Und du willst ja bestimmt nicht die gesamte Weihnachtszeit schon Vanillekipferl und Schokolade verschmähen. Musst du ja früh genug machen.’ Also hab ich mir da die ein oder andere süße Sünde genehmigt. Nicht zu viel. Nicht so, wie ich es sonst getan hätte, sondern in Maßen. Ich war auch ganz stolz auf mich.
Und heute? Ich kann gar nicht mehr aufhören, Schokolade zu essen. Am liebsten würde ich mir gleich 2 ganze Tafeln reinpfeifen. Leider ist ja auch jede Menge im Haus – danke Oma!
Morgen gibt’s garantiert wieder Bauchweh. So ist das immer, wenn ich länger keine Schokolade gegessen habe. Und überhaupt: Mit Schoki und vor allem auch Nutella ist das irgendwie seltsam: Je mehr ich davon esse, desto besser schmeckt es! Nach einer Woche ohne Süßkram schmeckt Nutella plötzlich nur noch halb so gut. Das ist dann immer ziemlich enttäuschend. Aber wenn ich fleißig weiterfuttere, wird es irgendwie jeden Tag leckerer, und so nach 3-4 Tagen denke ich wieder mit jedem …ähem… Löffel, dass ich im Himmel schwebe!
Kennt das jemand?

Verstehen die Kinder das?

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Gestern waren wir einkaufen. Hannah ging durch den Supermarkt, zeigte auf Süßigkeiten und sagte: „Das brauchen wir nicht! Das da auch nicht! Da ist Zucker drin!“

Und zu Hause sagte sie beim Blick in den Vorratsschrank: „Das müssen wir dann alles verschenken!“

Erstaunlich, wie gut sie das bisher aufgenommen hat. Ich habe nur das Gefühl, sie kann sich noch nicht so richtig vorstellen, was das bedeutet, wenn es dann soweit ist.

Allerdings hat sie sich über die Umstellung auf vegetarische Ernährung auch nicht ein einziges Mal beschwert. Gestern im Supermarkt hat sie die Fischstäbchen in der Tiefkühltruhe gesehen und wollte, dass ich welche kaufe. Als ich dann sagte: „Nein, wir wollen doch keine Tiere mehr essen“, meinte sie: „Stimmt ja! Die werden ja geschlachtet!“, und ist zufrieden weitergegangen.